1. Am 23. Januar 2014 haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz die Public Eye Awards verliehen. Gazprom und Gap sind die Gewinner der Public Eye Awards 2014. Das Public Eye wirft ein kritisches Licht auf die Geschäftspraktiken von Unternehmen und bietet eine Plattform, um Verletzungen der Menschen- und Arbeitsrechte und die Umweltzerstörung oder Korruption unter den Augen der Öffentlichkeit und Medien anzuprangern. Ort und Zeitpunkt des Public Eye fallen absichtlich mit dem jährlichen Treffen des World Economic Forum in Davos zusammen.

  2. Der NABU hat ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen mit dem „Dinosaurier des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Er erhält den Negativpreis für seine Verharmlosung des umstrittenen Fracking-Verfahrens und als Repräsentant einer rückwärtsgewandten Energiepolitik. Kalkoffen ist Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Central Europe Holding GmbH und Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung WEG.

  3. 2014 hat die Europäische Union ihr Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, bereits um drei Prozentpunkte überholt. Das geht aus einem am 20. Oktober 2015 veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur hervor. Der Bericht „Trends and projections in Europe 2015“ zeigt, dass die Emissionen von 1990 bis 2014 um 23 % zurückgegangen sind und ihren bisher niedrigsten Stand erreicht haben. Außerdem sind Treibhausgasemissionen nach Schätzungen („Proxywerten“) für das Jahr 2014 gegenüber 2013 um 4 % zurückgegangen sind, was zum Teil auf die ungewöhnlich hohen Temperaturen in diesem Jahr und die entsprechend geringere Energienachfrage zurückzuführen war.

  4. Eine Tochtergesellschaft des Mineralölkonzerns Exxon Mobil muss sich in den USA vor Gericht dafür verantworten, Fracking-Abwasser illegal entsorgt und damit Grundwasser verschmutzt zu haben. XTO Energy soll an einer Förderstätte in Pennsylvania knapp 216.000 Liter verschmutztes Wasser verschüttet haben. Der Generalstaatsanwalt hatte schon im September Anklage gegen XTO erhoben. Das Unternehmen stritt die Tat ab und argumentierte, dass es keinen "langfristigen Umwelteinfluss" gebe. Am 1. Januar 2014 hat der zuständige Richter die strafrechtliche Anklage in acht Punkten zugelassen.

  5. Kopenhagen hat den den Titel Grüne Hauptstadt Europas 2014 verliehen bekommen. Um den Titel für 2014 hatten sich 18 Städte beworben. Frankfurt am Main und Bristol kamen noch in die Auswahl der letzten drei. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen, der Europäischen Umweltagentur, des Internationalen Rats für Lokale Umweltinitiativen (ICLEI), des Büros des Bürgermeisterkonvents und des Europäischen Umweltbüros zusammensetzt, gab am 29. Juni 2012 den Gewinner bekannt. Die dänische Hauptstadt erhielt den Titel für ihre Fortschritte bei ökologischen Innovationen und nachhaltiger Mobilität.

  6. Die Bundesregierung hatte sich 2015 darauf verständigt, die Klimawirkung aller Dienstreisen ihrer Beschäftigten zu neutralisieren, ab Beginn der laufenden Legislaturperiode (2014 bis 2017). Das Umweltbundesamt hat deshalb 138.038 Gutschriften aus dem CDM gelöscht (eine Gutschrift entspricht einer Tonne CO2-Äquivalente). Dies entspricht den Emissionen aller Dienstreisen der Bundesregierung, die 2014 von 16 Ministerien und 58 Bundesbehörden mit Flugzeug und Dienstfahrzeugen gemacht wurden. Der Ausgleich erfolgt über Klimaschutzprojekte mit hohen Nachhaltigkeitsstandards. Das Umweltbundesamt hat sich für den Ankauf von Gutschriften aus fünf Projekten entschieden, die nach den UN-Regeln unter dem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung – dem sogenannten Clean Development Mechanism, CDM – zertifiziert sind.

  7. Dr. Silvius Wodarz, Präsident der Baum des Jahres Stiftung hat am 24.10.13 in Berlin die vom Kuratorium Baum des Jahres vorgeschlagene Trauben-Eiche, Quercus petraea, zum Baum des Jahres 2014 ausgerufen.

  8. Der kanadischen Holzfirma Resolute Forest Products werden ab 1. Januar 2014 drei ihrer FSC-Zertifikate für über mehr als acht Millionen Hektar Wald aberkannt. Die Rainforest Alliance, ein weltweit führender Zertifizierer von nachhaltiger Waldwirtschaft nach dem Standard des Forest Stewardship Council (FSC), hatte die Firma erneut überprüft, nachdem der Ältestenrat der Cree Indianer Beschwerde wegen Verstöße gegen die FSC-Kriterien eingelegt hatte. Der Rat repräsentiert die neun betroffenen indigenen Gemeinden in der Region. Die drei betroffenen Wälder sind Lac St-Jean und Mistassini-Péribonka in Quebec, und Black Spruce Dog-Fluss in Ontario.

  9. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2014 zum internationalen Jahr der Kleinen Inselstaaten ("International Year of the Small Islands Developing States") erklärt. Damit soll auf die Bedeutung und die gegenwärtigen Herausforderungen, denen sich die kleinen Inselstaaten im Kontext der Globalisierung und des Klimawandels ausgesetzt sehen, hingewiesen werden.

  10. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2014 zum Internationalen Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft ausgerufen. Ziel ist es, politische Unterstützung für die Förderung nachhaltiger Agrarsysteme auf der Ebene von bäuerlichen Familienbetrieben und Fischerfamilien zu mobilisieren. Zu diesem Zweck soll - unter Federführung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) – das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die familienbetriebene Landwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Linderung von Hunger und Armut spielt und die Verbesserung der Lebensbedingungen und der Nahrungsmittelversorgung mit der Achtung von Umweltschutz und Artenvielfalt in Einklang bringt.

  11. Die Knoblauch-Glanzschnecke (Oxychilus alliarius) wurde als Weichtier des Jahres 2014 gewählt.

  12. Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) wurde zur Giftpflanze des Jahres 2014 gewählt.

  13. Die Deutsche Gesellschaft für Protozoologie hat Stentor, das Trompetentierchen (Ciliophora) zum Einzeller des Jahres 2014 gekürt.

  14. Der Blattlose Widerbart (Epipogium aphyllum) wurde von den Arbeitskreisen Heimischer Orchideen bei ihrer Herbsttagung zur Orchidee des Jahres 2014 gekürt. Diese Orchidee bildet keinerlei Blattwerk aus. Sie lebt gemeinsam mit Bodenpilzen, die ihr helfen, abgestorbene organische Bodensubstanzen aufzunehmen. Durch diese Lebensweise kann der Blattlose Widerbart Lebensräume besiedeln, in denen die meisten Pflanzen nicht existieren können. Es sind dunkle und feuchte Wälder mit einem alten Baumbestand, der schon ein dichtes Blätterdach ausgebildet hat. Diese Lebensräume sind in Deutschland rar geworden und damit auch das Vorkommen dieser Orchidee. Deshalb möchten die Arbeitskreise Heimischer Orchideen mit der Wahl dieser Orchidee nicht nur auf die Gefährdung dieser einmaligen Pflanze, sondern auch auf die Gefährdung ihrer Lebensräume hinweisen.

  15. Der Chiemsee ist der Lebendige See des Jahres 2014. Der Titel wird jedes Jahr anlässlich des Weltwassertags am 22. März von der Umweltschutzorganisation Global Nature Fund (GNF) aus Radolfzell am Bodensee vergeben. Mit der Wahl dieses Sees sollten seine ökologische Bedeutung und die Notwendigkeit einer umfassenden Bildung für Natur und Umwelt in den Mittelpunkt gerückt werden, teilte die GNF mit.

  16. Die Goldschildfliege (Phasia aurigera) wird Insekt des Jahres 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Goldschildfliege gehört zu den 10.000 Fliegenarten, die in Mitteleuropa leben. Fliegen sind die artenreichste Ordnung aller Lebewesen in unserem Umfeld. Die Goldschildfliege gehört zu den Tachiniden. Das sind Fliegen, die sich häufig auf eine Insektengattung spezialisiert haben und nur die parasitieren.

  17. Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild haben den Wisent (Bison bonasus) zum Tier des Jahres 2014 gewählt. Damit ist der Wisent zum zweiten Mal zum Tier des Jahres ernannt worden. Die Wahl fiel auf den Wisent aus einem besonderen Grund. Diese größten Landsäugetiere Europas waren in Deutschland seit Jahrhunderten ausgestorben. Nach rund zehnjährigen Vorarbeiten war Anfang 2013 eine Gruppe von Wisenten im Rothaargebirge ausgewildert worden. Mit der Wiederwahl des Wisents soll auch die Fortführung dieses Projekts unterstützt werden.

  18. Der Weltbodentag, der jedes Jahr am 5. Dezember stattfindet, ist ein gemeinsamer Aktionstag für den Boden. An diesem Tag wird der Boden des Jahres für das folgende Jahr präsentiert. 2014 wurde der Weinbergsboden zum Boden des Jahres ernannt. Der Weinbergsboden zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung zwischen Boden-, Agri- und Sozialkultur der Menschen aus. Die Böden historischer Weinbergslagen sind als Archiv der Kulturgeschichte besonders schützenswert. Gleiches gilt für das Landschaftsbild terrassierter Rebflächen und den touristischen Erholungscharakter der Kombination aus Weinkulturlandschaft und Weinwirtschaft.

  19. Der Schönbuch in Baden-Württemberg wurde zum Waldgebiet des Jahres 2014 gewählt. Im Jahr 1972 wurde das Kerngebiet des Schönbuchs zum ersten Naturpark in Baden-Württemberg erklärt. Der Naturpark Schönbuch stellt als größtes geschlossenes Waldgebiet im Ballungsraum des Mittleren Neckars nicht nur ein wichtiges Naherholungsgebiet der Region Stuttgart dar, sondern auch einen einzigartigen Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

  20. Das Wimpern-Hedwigsmoos, Hedwigia ciliata, ist das Moos des Jahres 2014. Sie ist auf der Roten Liste Deutschlands als "gefährdet" eingestuft, wobei sich bei den Listen der Bundesländer ein deutliches Süd-Nord-Gefälle bemerkbar macht: In der Schweiz und in Österreich, in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland gilt sie als ungefährdet, während sie in den nördlichen deutschen Bundesländern als "gefährdet" bis "ausgestorben" eingestuft wird.

  21. Der Austernfischer ist der Seevogel des Jahres 2014. Der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur in Ahrensburg (Kr. Stormarn) hat den schwarz-weiß-roten Vogel ausgewählt, um auf den starken Rückgang dieser Art hinzuweisen. Allein im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sank die Zahl der Brutpaare in den letzten 15 bis 20 Jahren um 50 Prozent auf nur noch etwa 10.000. Insgesamt brüten im Wattgebiet von Borkum bis Sylt sowie im küstennahen Binnenland noch über 25.000 Paare. Auch europaweit nahmen die Bestände von rund einer Million auf etwa 800.000 ab.

  22. Flechte des Jahres 2014 ist die Landkartenflechte (Rhizocarpon geographicum).

  23. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) hat das Dülmener Pferd zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2014“ erklärt.

  24. Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete 2014 erklärte die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) den philippinischen See Sampaloc und sechs weitere Kraterseen in San Pablo City, Provinz Lagu na, zum „Bedrohten See des Jahres 2014”. Der GNF will damit auf die fortschreitende Zerstörung der Kraterseen aufmerksam machen.

  25. Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum Vogel des Jahres 2014 gekürt. Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen "Lachvogel". Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

  26. Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg hat den Spitzwegerich (Plantago lanceolata) zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt. Verschiedene Wegerich-Arten werden schon seit Jahrtausenden in der Heilkunde genutzt, ganz besonders der Breit- und der Spitzwegerich. Von der Pflanze werden ausschließlich die Blätter verwendet. Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören die Iridoidglykoside wie Aucubin und Catalpol, die eine antibakterielle Wirkung zeigen, sowie Schleimstoffe, die reizmildernde Effekte besitzen.

  27. Jährlich werden Arten zum Fisch des Jahres gekürt, die infolge schädigender Einflüsse auf die Gewässer oder aus anderen Gründen stark beeinträchtigt oder gar vom Aussterben bedroht sind. Der Fisch des Jahres wird seit 1984 ausgewählt. Ab dem Jahr 2014 wird die Ernennung vom Deutschen Angelfischerverband e.V. (nach dem Zusammenschluss von VDSF und DAV) in Abstimmung mit dem BfN, dem VDST und dem ÖKF fortgeführt. Zum Fisch des Jahres 2014 wurde der Stör gekürt.

  28. Das Umweltbundesamt erklärt am Tag des Wassers die "tiefen, nährstoffarmen Seen Norddeutschlands" zum Gewässertyp des Jahres 2014. Dieser Seentyp befindet sich im Jungmoränengebiet Norddeutschlands. Jungmoränen sind Landschaftsformen der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit). Grundlage für die Auswahl ist die nach der Wasserrahmenrichtlinie vorgenommene Einteilung der Gewässer in Typen. Aktuell werden in Deutschland 25 Fließgewässertypen, 14 Seentypen und 11 Typen für Küsten- und Übergangsgewässer unterschieden.

  29. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat den Affen – speziell Makaken als typische Vertreter – zum Versuchstier des Jahres 2014 ernannt.

  30. Der Weihnachtskaktus wurde zum Kaktus des Jahres 2014 gekürt. Die rot blühende Wildart Schlumbergera truncata wächst in der Natur als Aufsitzer auf Bäumen des brasilianischen Küstenwaldes. Dort wurzeln sie im Moos oder in lockerem Humus, der sich auf Zweigen und Ästen sammelt, und teilweise auf der äußeren Rinde. Obwohl die Kultursorten von Schlumbergera als Weihnachtskakteen alljährlich zu Millionen in Gärtnereien für den Blumenhandel herangezogen werden, sind die im Orgelgebirge in Brasilien vorkommenden Wildarten in ihrem Bestand gefährdet.

  31. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie möchte mit der Wahl des Tiegelteuerlings zum Pilz des Jahres 2014 auf die große Bedeutung der Pilze in den natürlichen Stoffkreisläufen aufmerksam machen. Es sind in erster Linie die oft im Verborgenen wirkenden Fadenwesen, die mit ihren Enzymen abgestorbene, organische Stoffe wie Holz, Blätter, Nadeln u. v. m. remineralisieren und somit wieder für die Pflanzenwelt verfügbar machen. Ohne diese Ökosystemleistung der Pilze würde in kürzester Zeit die gesamte Nahrungskette zusammenbrechen.

  32. Der NHV Theophrastus hat den Anis (Pimpinella anisum) zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt. Die Jury des Vereins entschied sich mit der Wahl des Anis für eine Pflanze mit einem breiten Spektrum an heilenden Wirkungen.

  33. Mit der Wildbiene des Jahres machen der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster und die Landesanstalt für Bienenkunde sowie die Imkerverbände Badens und Württembergs auf das Schicksal einer Art aufmerksam, deren Lebensweise besonders spannend und die auch für Laien gut zu erkennen ist. 2014 wurde die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) zur Wildbiene des Jahres gewählt.

  34. Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii zur Alge des Jahres 2014 gewählt. Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt sehr schnell und wird nicht nur von Algen- und Pflanzenforschern sondern auch von Medizinern geschätzt. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht wie etwa: das unterschiedliche Verhalten tagsüber und nachts, die Mechanismen, welche ihre innere Uhr steuern, wie sie ohne echte Augen Licht wahrnimmt und wie sie diese Information anschließend an den Bewegungsapparat weiter leitet oder mit welchen Tricks sie es schafft, das Wasser, das sie ständig aufsaugt, wieder abzupumpen, damit sie nicht platzt. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von C. reinhardtii; etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt.

  35. Der australische Kleefarn (Marsilea mutica) wurde zur Wasserpflanze des Jahres 2014 gewählt.

  36. Europäische Spinne des Jahres 2014 ist die Gemeine Baldachinspinne (Linyphia triangularis).

  37. Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. hat die Höhlenwasserassel (Proasellus cavaticus) zum Höhlentier des Jahres 2014 gewählt. Die Höhlenwasserassel gehört zur Klasse der Krebstiere (Crustacea). Die Tiere leben ganzjährig in Höhlengewässern, Brunnen und im Grundwasser. Wie viele echte Höhlentiere ist sie blind und unpigmentiert. Die Tatsache, dass die Höhlenwasserassel außerhalb des unterirdischen Lebensraumes nicht überleben kann führte dazu, dass diese Art zum Höhlentier 2014 gewählt wurde.

  38. Unsichtbar klein sind Mikroorganismen – die Mikrobe des Jahres 2014 ist eine Ausnahme: Nostoc-Arten finden aufmerksame Spaziergänger auf Wiesen und Seen als runde „Teichpflaume“ oder grünbraune Gallerthülle. Diese Mikroben sind mit bloßem Auge zu erkennen. Sie benötigen sauberes Wasser zum Überleben und sind daher ein Anzeiger für ein gesundes Ökosystem. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) hat die Nostoc-Arten zur Mikrobe des Jahres 2014 gekürt. Die Mikrobe des Jahres wird 2014 erstmals benannt. Mikrobiologen der VAAM wählten sie aus, um auf die Vielfalt der mikrobiologischen Welt hinzuweisen. Während in der Bevölkerung Mikroorganismen vor allem als Krankheitsauslöser bekannt sind, spielen Mikroorganismen eine weit bedeutsamere Rolle für die Ökologie, Gesundheit, Ernährung und Wirtschaft, worauf die die Mikrobe des Jahres hinweisen soll.

  39. Die Loki Schmidt Stiftung hat die Schwanenblume (Butomus umbellatus)zur Blume des Jahres 2014 gewählt. Butomus umbellatus ist ein typischer Vertreter der Auen, sie kommt als Pionierpflanze auf schlammigen und nährstoffreichen Böden vor, insbesondere bei wechselnden Wasserständen. Die Schwanenblume wird auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten der Bundesrepublik Deutschland geführt, da ihre Bestände zurückgehen. Ursache des Rückgangs sind unter anderem die intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen, Entwässerungsmaßnahmen, Flussausbau und die Konkurrenz durch Ufer-Hochstauden oder Weidengebüsche im Lebensraum.

  40. Der Bund deutscher Staudengärtner hat die Elfenblumen wegen ihrer Schönheit und Robustheit zur Staude des Jahres 2014 gekürt. Der Bund deutscher Staudengärtner stellt seit 2001 eine Gattung als Staude des Jahres vor, um auf die Vielfalt aufmerksam zu machen.