1. Bei der Explosion eines Ammonsulfatsalpeter-Silos im Stickstoffwerk der BASF in Oppau kommen 561 Menschen ums Leben und mehr als 2000 werden verletzt. Die Explosion zerstörte oder beschädigte fast alle Gebäude in Oppau.

  2. Einleitung quecksilberhaltiger Abwässer in der Bucht von Minamata (Japan) durch den Chemiebetrieb der Chisso AG. Das Quecksilber reichert sich in den Meerestieren an und führt später bei der Bevölkerung zu Vergiftungen.

  3. Die Atombombe "Little Boy" explodiert mit einer Sprengkraft von 13,5 kt über Hiroschima (mit einem 60 kg schweren Uran-235-Kern). 140 000 Menschen sterben bis Ende 1945 an den Folgen.

  4. Die Atombombe "Fat Man" mit einer Sprengkraft von 22 kt wird über Nagasaki abgeworfen. Unmittelbare Folge: 70 000 Tote.

  5. In Ohio (USA) gibt eine Fabrik mit Erlaubnis der Regierung ca. 200 t radioaktiven Uranstaubs an die Umgebung ab.

  6. Seit 1952 treten in der japanischen Bucht von Minamata 1. Quecksilbervergiftungen in der Bevölkerung auf. Ursache ist der Verzehr von quecksilber-belastetem Fisch. Es gibt über 500 Tote. Seit diesem Ereignis sind in Japan die schärfsten Umweltgesetze eines Industriestaates erlassen worden.

  7. Durch eine thermische Reaktion wurde in einer Produktionsanlage TCDD freigesetzt. Die Folge waren 55 Verletzte. Untersuchungen nach 30 Jahren zeigten, dass alle Überlebenden dieser Gruppe eine Chlorakne mit unterschiedlicher Dauer und eine hohe Sterblichkeitsrate wegen bösartiger Tumore hatten.

  8. Am 1. März 1954 zündete das US Militär auf dem Bikini-Atoll im Pazifik die Wasserstoffbombe Bravo mit einer Sprengstärke von etwa 15 Megatonnen. Der radioaktive Fallout erstreckte sich über eine Fläche von 7.000 qkm.

  9. Großflächige Verseuchung der Umgebung einer Atomanlage im Ural (Russland) durch ein Unglück mit radioaktivem Material.

  10. Reaktorunglück in Windscale (England). 35 Menschen sterben.

  11. Am 13. Dezember 1961 lief der britische Tanker Allegrity vor der Küste von Caerhays nahe Saint Austell auf Grund. 800 Tonnen Petroleum traten in Folge des Unfalls aus.

  12. Am 17. Januar 1966 kollidierten ein B-52-Bomber und ein KC-135-Tankfluzeug der US Air Force bei einem Aufttankmanöver über der spanischen Mittelmeerküste. Es kam zu einer Explosion, die gut 150.000 Liter Treibstoff an Bord der KC-135 gingen in Flammen auf und beide Flugzeuge stürzten ab. Drei der vier Wasserstoffbomben an Bord des B-52-Bombers stürzten im bewohnten Gebiet von Palomares auf den Boden, die vierte fiel ins Meer. Die Sicherheitsvorkehrungen verhinderten eine thermonukleare Explosion, doch die hochexplosiven Sprengladungen in zwei der Bomben detonierten und verseuchten durch radioaktive Substanzen mehrere Hektar Agrarland.

  13. Der Tanker "Anne Mildred Brovig" verliert ca. 20 000 t Öl.

  14. Am 19. September 1966 verlor der Tanker Seestern 1700 Tonnen Rohöl in der Medway-Mündung in England. Durch Winde und Gezeiten wurde das ausgelaufene Öl schnell verteilt und verdreckte 32,4 km² (8000 Acre) Salzwiesen und -sümpfe. Etwa 5000 Seevögel wurden durch die Ölverschmutzung getötet.

  15. Das Swedish Medical Board untersagt wegen Methyl-Quecksilber-Belastung der Gewässer den Verzehr von Fischen aus 40 Seen und Flüssen. Als Gefahrenquelle wurde quecksilbrig behandeltes Saatgut vermutet.

  16. Der Tanker Torrey Canyon verliert ca. 120 000 t Öl und veruracht an der britischen, der französischen und der niederländischen Küste die bis dahin größte Ölpest.

  17. Am 21. Januar 1968 stürzte in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Thule im Nordwesten Grönlands ein mit mehreren Atomwaffen bestückter US-amerikanischer B-52-Bomber ab. Dabei wurden mehrere Kilogramm waffenfähiges Plutonium freigesetzt. Das Plutonium kontaminierte den Schnee und das Eis in unmittelbarer Nähe des Absturzorts und wurde durch starke Winde und Wasser über ein weites Gebiet getragen.

  18. Unbekannte Täter kippen bei Bingen hochgiftiges Thiodan in den Rhein. In der Folge sterben flussabwärts bis nach Holland mindestens 40 Millionen Weißfische und Aale.

  19. Einem Bleichmittel wurde irrtümlich in einem Eisenbahnwaggon Salzsäure zugefügt. Dabei entstand eine größere Chlorgaswolke. Die Folge waren 67 Verletzte mit z.T. sehr starken Lungen- und Bronchialreizungen.

  20. Vor Schweden kollidiert der Tanker Othello mit einem Frachtschiff. Zwischen 60.000 bis zu 100.000 Tonnen Öl laufen aus.

  21. Der Tanker "Wafra" verliert vor der Küste Südafrikas 40 000 t Öl.

  22. Am 19. Dezember 1972 kollidierte der südkoreanische Tanker Sea Star mit dem brasilianischen Tanker Horta Borsa im Golf von Oman. 115.000 Tonnen Rohöl liefen aus.

  23. Der Tanker "Metula" verliert vor in der Magellanstraße zwischen Feuerland und Chile 50 000 t Öl.

  24. Am 9. August 1974 läuft der niederländische Tanker Metula in der Magellanstraße auf Grund. Rund 53.000 Tonnen Rohöl laufen aus.

  25. Der Tanker Jakob Maersk verliert durch Brand und Explosionen nach Strandung vor der Atlantik-Küste Portugals 88 000 t Öl.

  26. Das spanische Schiff "Urquiola" läuft, nach mehreren Explosionen an Bord brennend, vor der spanischen Küste auf einen Felsen. 95 000 t Öl verseuchen die Bucht von La Coruna.

  27. In der norditalienischen Kleinstadt Seveso werden aus dem Reaktor einer Chemiefabrik zur Produktion von Trichlorphenol ca. 2,5 kg 2, 3, 7, 8 - TCDD (Dioxine) frei. Die Folgen des Austritts der chemisch - organischen Substanz sind 183 Chloraknefälle, 70 000 notgeschlachtete Tiere und noch ungewisse Langzeitfolgen (z.B. Krebs).

  28. Am 15. Dezember 1976 lief der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker Argo Merchant 29 Seemeilen südöstlich von Nantucket Island in Massachusetts auf Grund und bricht am 21. Dezember auseinander. Die gesamte Ladung von 7,7 Mio. Gallonen Heizöl lief ins Meer. Es war die erste große Ölpest an der amerikanischen Ostküste.

  29. Der Tanker "Hawaiian Patriot" verliert vor Honolulu 95 000 t Öl.

  30. Am 22. April 1977 ereignete sich auf einer Produktionsplattform im norwegischen Ekofisk Ölfeld ein Öl-und Erdgas Blowout. Es war der erste schwere unkontrollierte Ölaustritt in der Nordsee. Bei einer geschätzten Austrittsrate von 1170 Barrel pro Stunde, flossen rund 202.380 Barrel Öl ins Meer, bevor am 30. April das Öl gestoppt werden konnte.

  31. Der Tanker "Amoco Cadiz" verliert im Atlantik ca. 230 000 t Rohöl. Besonders betroffen ist die Bucht von Arcachon (Frankreich). Tausende von Meeresvögeln sowie Muscheln- und Austernfarmen verenden. 200 km Strand sind verseucht.

  32. Der Tanker "Independenta" verliert am Bosporus 95 000 t Öl.

  33. Im AKW Three Mile Island versagt eine Kühlpumpe in Block 2. Die eingeschalteten Notpumpen führen wegen eines defekten Ventils kaum Wasser zum Kern. Die Hälfte des 150 t schweren Reaktorkerns schmilzt. Große Mengen radioaktiven Wassers treten aus. (Quelle: Greenpeace)

  34. Die in Liberia registrierte Gino kollidiert vor der Insel Ouessant im Westen des Kanals mit einem norwegischen Tanker und sinkt. Das Asphaltöl aus der Gino breitet sich auf dem Meeresboden aus und treibt später weit südlich bis an die Strände von La Baule.

  35. Von einer Ölplattform gelangen im Laufe der Zeit ca. 170 000 t Rohöl in den Golf von Mexiko. Das Bohrloch kann letztendlich geschlossen werden.

  36. Die Atlantic Empress war ein in Liberia registrierter Öltanker griechischer Eigner. Er hatte eine Tragfähigkeit von 292.666 tdw und war 347 m lang. ... Auf dem Weg vom Persischen Golf nach Beaumont, Texas, mit 287.000 Tonnen Rohöl für Mobil Oil an Bord kollidierte das Schiff am 19. Juli 1979 in einem Sturm vor Tobago in der Karibik mit dem Tanker Aegean Captain. Es kam zum Brand. ... Nach vier Tagen unkontrollierten Brandes ereignete sich eine Explosion, am nächsten Tag eine weitere. Am 29. Juli 1979 folgte eine weitere Explosion. Am 2. August 1979 sank das Schiff ... (Seite „Atlantic Empress“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. September 2016, 15:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atlantic_Empress&oldid=157603878 (Abgerufen: 5. Mai 2017, 13:55 UTC)

  37. Eine Zementfabrik vor Ort verseucht die Umgebung mit dem giftigen Schwermetall Thallium. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden unbrauchbar, Bäume verlieren ihr Laub.

  38. Todesfälle durch Verseuchung und zugängliche Chemikalien auf dem Gelände der chemischen Fabrik Stoltzenberg, Hamburg: Die Chemische Fabrik Dr. Hugo Stoltzenberg (CFS, 1923–1979) war eine chemische Fabrik in Hamburg, die sich nach eigener Darstellung mit der Herstellung von und dem Umgang mit „Ultragiften“ beschäftigt hat. Bekannt wurde sie vor allem durch zwei Ereignisse, die so genannten Stoltzenberg-Skandale von 1928 und 1979. Der erste wurde ausgelöst durch den Austritt einer Giftgaswolke auf dem Unternehmensgelände in Hamburg, in deren Folge zehn Menschen starben. Beim zweiten verunglückten drei Kinder beim Spiel mit auf dem Unternehmensgelände entdeckten Chemikalien ... (6. September 1979)

  39. 23.02.1980 - Der griechische Tanker "Irenes Serenade" gerät nach einer Explosion in der Bucht von Navarino vor der Süd-Peleponnes mit etwa 100.000 Tonnen Erdöl an Bord in Brand und sinkt. Alle Küsten der Bucht werden von einer Ölpest betroffen.

  40. Der Öltanker Tanio gerät am 7. März 1980 mit 26.000 Tonnen Heizöl vor der Küster der Bretagne in einen heftigen Sturm und bricht auseinander. Etwa 13.500 Tonnen Heizöl laufen aus und werden durch starke Nordwest-Winde an die bretonische Küste getrieben. Über 200 Kilometer der Küste werden durch die Ölkatastrophe verschmutzt.