1. Die Ölpest am Persischen Golf im Jahr 1991 als Folge des Zweiten Golfkriegs gilt als eine der größten maritimen Ölkatastrophen. Betroffen waren vor allem Südkuwait und Saudi-Arabien. Knapp eine Milliarde Liter Rohöl (etwa 860.000 Tonnen) wurden freigesetzt, unter anderem aus mehreren Tankern und Ölterminals, und gelangten in den Golf vor der Küste Kuwaits. Insbesondere die Salzmarschen der Arabischen Küste sind weiterhin schwer geschädigt.

  2. Das Fährschiff "Moby Prince" rammt den Tanker "Agip Abruzzo". Es gibt 140 Tote, das Mittelmeer wird durch eine größere Menge Öl verschmutzt.

  3. Der Tanker "Haven" gerät in Brand und versinkt mit 143 000 t Rohöl im Mittelmeer.

  4. Der mit 260 000 t Öl beladene Tanker "ABT Summer" gerät vor der Küste Angolas in Brand.

  5. Dokumentation über Störfälle in industriellen Anlagen oder mit gefährlichen Stoffen. 2 Auflagen

  6. Durch einen Leitungsdefekt trat in einer Produktionsanlage der Buna AG in Schkopau Chlorgas in Form einer größeren Wolke aus. In Folge traten bei mind. 186 Personen starke Lungen- und Bronchialreizungen auf.

  7. Der Tanker Katina P. verliert 72 000 t Öl.

  8. Der Tanker Aegean Sea läuft vor der spanischen Küste auf einen Felsen und verliert 1 000 t Rohöl in der Bucht von La Coruna.

  9. Erhebliche Kontamination eines umliegenden Wohngebietes mit einem o-Nitroanisol-Gemisch. Bei mind. 192 Personen traten Augen-, Haut- und Schleimhautreizungen sowie Magen-Darm-Symptomatik auf. Die behandelnden Ärzte berichten über eine Zunahme von Infektionen und Allergien im betroffenen Gebiet.

  10. Der Tanker Braer treibt nach einem Maschinenausfall auf die Inselgruppe zu und zerbricht. Ca. 85 000 t Rohöl fließen ins Meer.

  11. Der dänische Super-Tanker "Maersk Navigator" wird vor der Küste Sumatras gerammt und verliert auf See eine unbekannte Menge Öl.

  12. Am 10. August 1993 kollidierten zwei Tankschiffe (Ocean 255, Bouchard B155) und ein Frachter (Balsa 37) im Zugang der Tampa Bucht in Florida, USA. Die Kollision führte zu einem Brand auf einem der Schiffe und verursachte eine schwere Ölpest. Über 32.000 Gallonen Kerosin, Diesel und Benzin und rund 330 000 Gallonen Schweröl liefen von den Schiffen ins Meer. Trotz Ölbekämpfungsmaßnahmen wurden auf rund 23 Kilometern Länge die Stränden durch das Öl verunreinigt. Das Öl schädigte Vögel und Meeresschildkröten und verschmutzte Mangroven-Lebensräume, Seegras- und Salzwiesen, Muschelbänke und Bodensedimenten.

  13. Am 8. Dezember 1993 verlor das Containerschiff Sherbro bei Sturm und schwerer See im Ärmelkanal 88 Container, von denen einige das Pflanzenschutzmittel Apron Plus enthielten. Als Folge des Unfalls wurden hunderttausende Päckchen mit Apron Plus an die Nordseeküsten gespült.

  14. Am 13. März 1994 kollidierte der Tanker Nassia mit 98.600 t Rohöl an Bord mit dem Frachter Shipbroker an der nördlichen Einfahrt in den Bosporus. Beide Schiffe fingen sofort Feuer. Der Unfall verursachte in der Meeresenge, im Schwarzen Meer und im Marmara Meer erhebliche Umweltverschmutzungen.

  15. Am 20. Juni 1994 sank nahe Dassen Island an der Westküste Südafrikas der Eisenerzfrachter Apollo Sea und 2.400 Tonnen Heizöl gelangeten ins Meer. Dieser Ölpest fielen tausende Seevögel zum Opfer. Von der Ölverschmutzung sind die Atlantikküste Kapstadts, Dassen Island und Robben Island stark betroffen.

  16. Weil das umlaufende Sodium das Gehäuse des zylindrischen Thermometers im C-Kreislauf erschütterte, explodierte das Thermometer und verursachte ein Sodium-Feuer im Hauptleitungssystem. Es kam zum Austritt von Sodium aus dem C-Kreislauf. (Quelle: Greenpeace)

  17. Brandkatastrophe nach unvorschriftsmäßigen Schweissarbeiten. Der Brand hatte 17 Tote zur Folge sowie ca. 20 Verletzte und ca. 100 Personen mit Gesundheitsstörungen.

  18. Der Tanker "Sea Empress" läuft auf einen Felsen und verliert ca. 70 000 t Rohöl. Delphine, Robben, seltene Seevögel und Schalentiere verenden.

  19. Freisetzung von Vinylchlorid bei einem Eisenbahntransportunfall. Es traten in Folge bei mind. 328 Personen Gesundheitsstörungen in Form von Augen-, Haut- und Schleimhautreizungen und gastrointest. Beschwerden auf.

  20. Der Reaktorblock 2 musste mechanisch heruntergefahren werden, da sich die Dichtungsringe einer der vier Pumpen des Hauptkühlsystems aussergewöhnlich erhitzten. (Quelle: Greenpeace)

  21. Der russische Tanker Nachodka kentert mit 17 000 t Öl vor der japanischen Küste.

  22. In der japanischen See ist ein russischer Tanker im Sturm auseinandergebrochen und gesunken. Hubschrauber und ein Schnellboot der japanischen Küstenwache retteten 31 Matrosen. Der Tanker hatte 19 000 t Öl geladen, das für die russische Halbinsel Kamschatka bestimmt war. Auf dem Meer wurde ein 1,8 km langer und 100 m breiter Ölteppich gesichtet.

  23. In dichtem Nebel sind nordwestlich von Dünkirchen der mexikanische Chemikalientanker "Teoatl" und der unter Bahama-Flagge fahrende Benzintanker "Bona Fulmar" zusammengestoßen. Dabei wurde in den Rumpf der "Bona Fulmar" ein 3x4 m großes Leck gerissen. Etwa 4 500 Kubikmeter Benzin flossen ins Meer. Der Rest wurde auf dem Schiff in andere Tanks umgepumpt. Wegen der raschen Verdunstung von Benzin wird keine Gefährdung der Küsten befürchtet. Die "Teoatle" fuhr in Ballast.

  24. Der Tanker "ML Petron" verliert nach einer Explosion 200 000 l Öl vor der Südküste der Inselgruppe.

  25. Nachts treten ca. 12 t des giftigen Kunststoff-Vorproduktes Toluylendiamin aus. An ca. 100 Autos entstanden Lackschäden. Menschen kamen nach Aussagen des Betreibers nicht zu Schaden.

  26. Der in Panama registrierte Tanker "Diamond Grace" läuft vor Tokio auf Grund und verliert ca. 1 500 t Öl.

  27. Bei dem abgeschalteten Reaktor B wurde ein Raum mit zwei Pumpen eines Kühlsystems überflutet, da eine Pumpe defekt war. Auch bei einem nicht laufenden Reaktor ist die Kühlung des Lagerbeckens sehr wichtig, wenn der gesamte Reaktorkern in ihm gelagert wird. Ein Ausfall der Kühlung kann einen Super-Gau nach sich ziehen. (Quelle: Greenpeace)

  28. Nach einem Problem im Kühlsystem musste der Reaktor in der Ukraine abgeschaltet werden. Es lief radioaktives Kühlwasser aus. (Quelle:Greenpeace)

  29. Das Naturreservat Coto de Donana in Südspanien wird nach Ansicht von Wissenschaftlern in Folge der jüngsten Umweltkatastrophe für immer verseucht sein. Die giftigen Chemieabwässer aus dem geborstenen Damm eines Auffangbeckens eines Bergwerkes schädigen nicht nur Europas größtes Vogelschutzgebiet, sonder auch die Landwirtschaft und Fischerei-Industrie in Spanien. Ca. 5 Mio m³ verseuchter Schlämme, angereichert mit Schwefel, Blei, Kupfer, Zink und Kadmium fließen den Rio Guadimar flussabwärts.

  30. Am 25. April 1998, um vier Uhr früh, brach die Staumauer des Abwasserbeckens der vom schwedischen Bergbauunternehmen Boliden Apirsa bewirtschafteten Mine Los Frailes. Eine gigantische Welle strömte ins Flussbett des Guadiamar und überzog Ufer und angrenzende Felder mit schwarzem, stinkendem Schlick. Fünf bis sieben Millionen Kubikmeter mit Arsen und Schwermetallen verseuchten Schlamms ergossen sich übers Land.

  31. Bei der Suche nach einem Leck im Turbinenölsystem kam es durch einen Fehler des Personals zu einem rapiden Druckanstieg im Dampferzeuger. Bei der nötigen Schnellabschaltung stellte sich heraus, dass sich ein fälschlicherweise per Hand geschlossenes Ventil nicht öffnen lies. Es trat keine Radioaktivität aus. Die Panne wurde auf der 7-stufigen INES-Skala in die Kategorie 2 eingestuft. (Quelle:Greenpeace)

  32. Bei Inspektionsarbeiten verkantet sich ein Brennelement. Nach Aussage des niedersächsischen Umweltministeriums wäre Radioaktivität freigesetzt worden, wenn das Brennelement beschädigt worden wäre. (Quelle: Greenpeace)

  33. In verschiedenen Zwischenkühlkreisläufen treten zwei Lecks auf. Das hessische Umweltministerium und der Betreiber RWE schätzen die sicherheitstechnische Bedeutung unterschiedlich ein. (Quelle: Greenpeace)

  34. Während Revisionsarbeiten, zu denen der Atommeiler seit dem 19.07. abgeschaltet war, wurde das Lösen einer Sicherungsmutter an den Steuerstäben im Reaktordruckbehälter entdeckt. Auch das sie haltende Gewinde war zerstört. Zuvor hatten Sonderprüfungen Hinweise auf erneute Risse an Rohrleitungen im Speisewasser ergeben. (Quelle: Greenpeace)

  35. Eine zweite lose Sicherungsmutter im Bereich der Steuerstäbe im Reaktordruckbehälter wird entdeckt. Ein "Befund mit Hinweis auf systematische Fehler" räumen die Betreiber ein. (Quelle: Geenpeace)

  36. Wie bereits anfang Oktober tritt schwach radioaktives Wasser aus einer gerissenen Schweissnaht einer Speisewasserleitung im Block C aus. (Quelle:Greenpeace)

  37. Nach einer Panne an einer Sicherheitsschleuse wurde das französische AKW im Elsass abgeschaltet. Störfall Stufe 1 auf der 7-stufigen INES-Skala. (Quelle:Greenpeace)

  38. An allen vier Reaktoren des französischen AKW wurden Schäden an der Erdbebenschutzvorrichtung festgestellt. Dies kann bei einem Erdbeben zu Störungen am Steuer- und Regelwerk führen. (Quelle: Greenpeace)

  39. Bei einem Brand im russischen AKW nördlich von Moskau wurde ein Arbeiter getötet. Das Feuer entstand bei Malerarbeiten an Lüftungsschächten. Beide Reaktoren arbeiteten weiter. Die Schäden sind nicht bekannt. (Quelle:Greenpeace)

  40. Der japanische Supertanker New Carissa strandet vor Coos Bay/Oregon. Mehr als 250.000 Liter Öl laufen aus.