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2011-09-29

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de

Am 29.September 2011 forderte die Europäische Kommission Deutschland auf, das EU-Wasserrecht zu beachten. Die Kommission ist nicht einverstanden mit der Auslegung Deutschlands des Schlüsselbegriffs „Wasserdienstleistungen. Die Wasserrahmenrichtlinie ist das Hauptinstrument der EU für den Gewässerschutz. Sie gibt einen Ordnungsrahmen für Maßnahmen im Bereich der Wasserpolitik vor. Eine der Maßnahme zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Verpflichtung, auf Wasserdienstleistungen eine Politik der Kostendeckung anzuwenden, die gemäß dem Verursacherprinzip die Umwelt- und Ressourcenkosten der Wassernutzung einbezieht Deutschland vertritt den Standpunkt, die Kostendeckung solle lediglich für die Trinkwasserversorgung und die Entsorgung und Behandlung von Abwasser gelten. Für die Kommission hingegen ist der Begriff „Wasserdienstleistungen“ weiter gefasst und umfasst auch die Wasserentnahme für die Kühlung von Industrieanlagen und für die Bewässerung in der Landwirtschaft, die Einschränkung von Oberflächengewässern für die Zwecke der Schifffahrt, den Hochwasserschutz oder die Stromerzeugung durch Wasserkraft sowie für den landwirtschaftlichen, industriellen oder privaten Gebrauch gebohrte Brunnen. Wenn Deutschland diese Tätigkeiten aus den Wasserdienstleistungen ausklammert, verhindert es nach Auffassung der Kommission die vollständige, korrekte Anwendung der Wasserrahmenrichtlinie.

en

On 29 September 2011 the European Commission asked Germany to comply with EU water legislation. The Commission is concerned with Germany's interpretation of the key notion of water services. The Water Framework Directive is Europe's key tool for protecting its waters. It establishes a framework for action in the field of water policy. One of the measures to achieve its objectives is the obligation to adopt a cost recovery policy for water services that includes the environmental and resource costs of water use, taking into account the "polluter-pays" principle. Germany is of the opinion that cost recovery should apply only to the supply of drinking water and the disposal and treatment of wastewater. The Commission however sees water services as a wider notion that also includes water abstraction for the cooling of industrial installations and for irrigation in agriculture; the restriction of surface waters for navigation purposes, flood protection or hydro power production; and wells drilled for agricultural, industrial or private consumption. According to the Commission, Germany's exclusion of these activities from water services hinders the full and correct application of the Water Framework Directive.

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Exportangabe

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sns
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dct:date
2016-11-21