1. Einem Bleichmittel wurde irrtümlich in einem Eisenbahnwaggon Salzsäure zugefügt. Dabei entstand eine größere Chlorgaswolke. Die Folge waren 67 Verletzte mit z.T. sehr starken Lungen- und Bronchialreizungen.

  2. Vor Schweden kollidiert der Tanker Othello mit einem Frachtschiff. Zwischen 60.000 bis zu 100.000 Tonnen Öl laufen aus.

  3. Der Tanker "Wafra" verliert vor der Küste Südafrikas 40 000 t Öl.

  4. Am 19. Dezember 1972 kollidierte der südkoreanische Tanker Sea Star mit dem brasilianischen Tanker Horta Borsa im Golf von Oman. 115.000 Tonnen Rohöl liefen aus.

  5. Der Tanker "Metula" verliert vor in der Magellanstraße zwischen Feuerland und Chile 50 000 t Öl.

  6. Am 9. August 1974 läuft der niederländische Tanker Metula in der Magellanstraße auf Grund. Rund 53.000 Tonnen Rohöl laufen aus.

  7. Der Tanker Jakob Maersk verliert durch Brand und Explosionen nach Strandung vor der Atlantik-Küste Portugals 88 000 t Öl.

  8. Das spanische Schiff "Urquiola" läuft, nach mehreren Explosionen an Bord brennend, vor der spanischen Küste auf einen Felsen. 95 000 t Öl verseuchen die Bucht von La Coruna.

  9. In der norditalienischen Kleinstadt Seveso werden aus dem Reaktor einer Chemiefabrik zur Produktion von Trichlorphenol ca. 2,5 kg 2, 3, 7, 8 - TCDD (Dioxine) frei. Die Folgen des Austritts der chemisch - organischen Substanz sind 183 Chloraknefälle, 70 000 notgeschlachtete Tiere und noch ungewisse Langzeitfolgen (z.B. Krebs).

  10. Am 15. Dezember 1976 lief der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker Argo Merchant 29 Seemeilen südöstlich von Nantucket Island in Massachusetts auf Grund und bricht am 21. Dezember auseinander. Die gesamte Ladung von 7,7 Mio. Gallonen Heizöl lief ins Meer. Es war die erste große Ölpest an der amerikanischen Ostküste.

  11. Der Tanker "Hawaiian Patriot" verliert vor Honolulu 95 000 t Öl.

  12. Am 22. April 1977 ereignete sich auf einer Produktionsplattform im norwegischen Ekofisk Ölfeld ein Öl-und Erdgas Blowout. Es war der erste schwere unkontrollierte Ölaustritt in der Nordsee. Bei einer geschätzten Austrittsrate von 1170 Barrel pro Stunde, flossen rund 202.380 Barrel Öl ins Meer, bevor am 30. April das Öl gestoppt werden konnte.

  13. Der Tanker "Amoco Cadiz" verliert im Atlantik ca. 230 000 t Rohöl. Besonders betroffen ist die Bucht von Arcachon (Frankreich). Tausende von Meeresvögeln sowie Muscheln- und Austernfarmen verenden. 200 km Strand sind verseucht.

  14. Der Tanker "Independenta" verliert am Bosporus 95 000 t Öl.

  15. Im AKW Three Mile Island versagt eine Kühlpumpe in Block 2. Die eingeschalteten Notpumpen führen wegen eines defekten Ventils kaum Wasser zum Kern. Die Hälfte des 150 t schweren Reaktorkerns schmilzt. Große Mengen radioaktiven Wassers treten aus. (Quelle: Greenpeace)

  16. Die in Liberia registrierte Gino kollidiert vor der Insel Ouessant im Westen des Kanals mit einem norwegischen Tanker und sinkt. Das Asphaltöl aus der Gino breitet sich auf dem Meeresboden aus und treibt später weit südlich bis an die Strände von La Baule.

  17. Die Atlantic Empress war ein in Liberia registrierter Öltanker griechischer Eigner. Er hatte eine Tragfähigkeit von 292.666 tdw und war 347 m lang. ... Auf dem Weg vom Persischen Golf nach Beaumont, Texas, mit 287.000 Tonnen Rohöl für Mobil Oil an Bord kollidierte das Schiff am 19. Juli 1979 in einem Sturm vor Tobago in der Karibik mit dem Tanker Aegean Captain. Es kam zum Brand. ... Nach vier Tagen unkontrollierten Brandes ereignete sich eine Explosion, am nächsten Tag eine weitere. Am 29. Juli 1979 folgte eine weitere Explosion. Am 2. August 1979 sank das Schiff ... (Seite „Atlantic Empress“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. September 2016, 15:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atlantic_Empress&oldid=157603878 (Abgerufen: 5. Mai 2017, 13:55 UTC)

  18. Eine Zementfabrik vor Ort verseucht die Umgebung mit dem giftigen Schwermetall Thallium. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden unbrauchbar, Bäume verlieren ihr Laub.

  19. Todesfälle durch Verseuchung und zugängliche Chemikalien auf dem Gelände der chemischen Fabrik Stoltzenberg, Hamburg: Die Chemische Fabrik Dr. Hugo Stoltzenberg (CFS, 1923–1979) war eine chemische Fabrik in Hamburg, die sich nach eigener Darstellung mit der Herstellung von und dem Umgang mit „Ultragiften“ beschäftigt hat. Bekannt wurde sie vor allem durch zwei Ereignisse, die so genannten Stoltzenberg-Skandale von 1928 und 1979. Der erste wurde ausgelöst durch den Austritt einer Giftgaswolke auf dem Unternehmensgelände in Hamburg, in deren Folge zehn Menschen starben. Beim zweiten verunglückten drei Kinder beim Spiel mit auf dem Unternehmensgelände entdeckten Chemikalien ... (6. September 1979)