1. Der Wolf erobert sich Deutschland als Heimat zurück. Das zeigen die Monitoring-Daten, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am 23. September 2016 vorgestellt hat. Mittlerweile sind in Deutschland 46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Im Vergleich des Monitoringjahres 2015/2016 zum vorherigen ist die Zahl der bestätigten Rudel in Deutschland von 31 auf 46 gestiegen, die Zahl der Wolfspaare ist von 19 auf 15 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von sechs auf vier gesunken. Als Wolfsländer haben sich mittlerweile sechs Bundesländer etabliert: Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen. Die meisten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg. Nach Sachsen war auch im Jahr 2000 erstmals nach der Ausrottung der Art in Deutschland vor 150 Jahren ein Wolfspaar aus Polen zugewandert.

  2. Auf Initiative von Karin Montag, der Herausgeberin der pilzkundlichen Zeitschrift „Der Tintling“, fand am 24. September 2016 der erste Europäische Pilztag statt. Noch immer ist viel zu wenigen Menschen bekannt, dass die Pilze ein eigenständiges Reich bilden, neben den Pflanzen und Tieren. Das Ziel ist daher, das Wissen um die Pilze zu vermehren und den Pilzen die Bedeutung zu verschaffen, die ihnen zusteht. Die Bandbreite der möglichen Aktionen umfasst dabei ganz normale Pilzwanderungen, aber auch Veranstaltungen extra für Kinder, ökologische Pilz-Exkursionen, Speisepilzberatung für ausländische Mitbürger, Pilzausstellungen, Themenabende, Pilzberaterfortbildungen bis hin zu mehrtägigen Pilzmikroskopieseminaren und Lehrgängen für klinische Pilz-Toxikologie.

  3. Am 23. September 2015 beschloss das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG). Das Fördervolumen wird auf 1,5 Mrd. Euro pro Jahr verdoppelt.

  4. Am 23. September 2015 starteten das Bundesumweltministerium und Bundesverkehrsministerium gemeinsam das Bundesprogramm "Blaues Band". Gemeinsam ergreifen die beiden Ministerien die Initiative, im Netz der Fließgewässer einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung aufzubauen. Aufgrund der geänderten Anforderungen an die deutschen Wasserstraßen existiert ein rund 2800 Kilometer langes Nebennetz von Wasserstraßen, das kaum mehr für den Gütertransport gebraucht wird. Diese Wasserstraßen haben oftmals naturnahe Gewässerstrukturen und ein hohes ökologisches Entwicklungspotenzial. An dieser Stelle setzt das durch die Bundesregierung im letzten Koalitionsvertrag vereinbarte Bundesprogramm "Blaues Band" an. Ein Bundesprogramm soll Fließgewässer und Auen renaturieren, die ein bundesweit verbindendes "Blaues Band" darstellen können. Die Wasserstraßen stehen vorrangig im Eigentum des Bundes. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes soll mit Renaturierungsmaßnahmen an dafür geeigneten Wasserstraßen beauftragt werden und erhält damit eine weitere Zukunftsaufgabe.

  5. Auf dem UN-Sondergipfel zum Klimaschutz wurden zahlreiche Initiativen zum Schutz der tropischen Wälder vorgestellt. Die "New York Declaration" zielt auf einen Stopp der Entwaldung in Entwicklungsländern bis 2030 sowie auf den Aufbau von Lieferketten, die ohne Entwaldung auskommen. Initiiert wurde die Erklärung von Deutschland, Großbritannien und Norwegen, den drei größten Gebern für Waldschutz als Beitrag zum Klimaschutz in Entwicklungsländern. Die Bundesregierung unterstützt die Umsetzung der "New York Declaration" mit einer neuen Finanzierungszusage zum Schutz der tropischen Wälder. So erklärte Deutschland sich bereit, künftig gemeinsam mit Großbritannien und Norwegen Waldschutz-Programme in bis zu 20 Entwicklungsländern zu finanzieren, wenn mit diesen Programmen nachweisbare vermiedene Entwaldung und Emissionsminderungen einhergehen. Am Rande des Klimagipfels begründete Deutschland bereits zusammen mit Norwegen eine neue Waldschutz-Partnerschaft mit Peru. Hendricks unterzeichnete eine entsprechende Absichtserklärung mit dem peruanischen Staatspräsidenten Ollanta Humala und der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg. Darin erklärte Peru sich bereit, seine CO2-Emissionen aus Entwaldung schnell und entschieden zu reduzieren. Bis 2021 soll Perus Landnutzung und Forstwirtschaft klimaneutral sein. Zudem sollen die Rechte der indigenen Waldbewohner deutlich ausgeweitet werden.

  6. Am 23. September 2014 fand der Klima-Sondergipfel im UN-Hauptquartier New York City statt. Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs waren der Einladung des UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gefolgt. Zu dem Gipfel waren Verantwortliche aus Regierungen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft eingeladen, sich gemeinsam für eine CO2-ärmere Welt zu engagieren. Im Vorfeld wurde dabei der Frage, ob die Regierungschefs und insbesondere diejenigen der Industriestaaten persönlich teilnehmen oder unterrangige Vertreter entsenden werden, eine große Bedeutung beigemessen. Im Gegensatz zu Barack Obama, Präsident François Hollande nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht am Ban-Ki-moon-Gipfel teil. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vertrat die Bundesregierung beim Sondergipfel der Vereinten Nationen, die bei den eigentlichen Gipfelgesprächen aber nicht teilnehmen durfte.

  7. Am 23. September 2011 hat der Bundesrat dem Gesetz, mit dem der Bundestag einen Rechtsrahmen für Abscheidung, Transport und dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Speichern schaffen will, die erforderliche Zustimmung versagt.

  8. Am 23. September 2010 weihte Vattenfall vor der Küste der englischen Grafschaft Kent den derzeit größten Offshore-Windpark der Welt ein. 100 Vestas-Windturbinen erzeugen dort eine Leistung von 300 Megawatt. Sie sollen Strom für bis zu 200.000 Haushalte produzieren. Die Investition für den Windpark betrugen rund 914 Millionen Euro.