1. Pilz des Jahres 2000 ist der Königsfliegenpilz oder Brauner Fliegenpilz (Amanita regalis).

  2. Vogel des Jahres 2000 ist der Rotmilan (Milvus milvus).

  3. Von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen wurde zur Blume des Jahres 2000 der Purpurblauer Steinsame(Lithospermum purpurocaeruleum)ausgewählt.

  4. Baum des Jahres 2000 ist die Sandbirke (Betula pendula).

  5. Fisch des Jahres 2000 ist der Atlantischer Lachs (Salmo salar).

  6. Insekt des Jahres 2000 ist der goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata).

  7. Orchidee des Jahres ist das Rote Waldvögelein.

  8. Die Staude des Jahres wird seit dem Jahr 2000 jährlich durch den Bund Deutscher Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau ausgerufen. Die erste Staude des Jahres ist die Fetthenne oder der Mauerpfeffer (Sedum).

  9. Gemüse des Jahres ist die Gartenmelde (Atriplex hortensis L.). Die Gartenmelde ist ein einjähriges, schnellwüchsiges Gemüse, dessen junge Blätter wie Spinat verwendet werden.

  10. Träger ist: Arachnologische Gesellschaft; Peter Jäger; Institut für Zoologie der Johannes-Gutenberg-Universität; Saarstraße 21; 55099 Mainz; Tel./Fax.: 06131/372592

  11. Spider of the Year is the Water spider (Argyroneta aquatica).

  12. Gefährdete Nutztierrasse des Jahres ist das Rottaler Kaltblut.

  13. Tier des Jahres 2000 ist die Äskulap-Natter (Elaphe longissima).

  14. Bereits seit 1992 diskutiert, hat das Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt im Ostseegebiet das Ziel, die Meeresumwelt und die biologische Vielfalt der Ostsee (Meer und Küste) zu schützen. Das Übereinkommen ist rechtlich verbindlich im Sinne des Völkerrechts.

  15. In der nordrumänischen Stadt Baia Mare bricht durch ein Unwetter und technische Fehler der Damm der Kläranlage von der rumänisch-australischen Goldfabrik Aurul. 100 000 Kubikmeter zyanidhaltige Giftschlämme gelangen in die Theiß (zweitgrößter Fluß Ungarns) und von dort in die Donau. Das Delta der Donau, zuvor ökologisch intakt, ist bedroht. Die Giftschlämme haben ein immenses Fischsterben und Trinkwasserprobleme nach sich gezogen.

  16. Ziel dieses Gesetzes ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und den Beitrag Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung deutlich zu erhöhen, um entsprechend den Zielen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln.

  17. Der Welt-Schildkröten-Tag ist ein Aktionstag, der im Jahr 2000 durch die American Tortoise Rescue initiiert und von der Humane Society of the United States ausgerufen wurde. Ziel des Welt-Schildkröten-Tages ist es, auf die Gefährdung des Artenbestandes hinzuweisen und die verschiedenen Projekte bzw. Aktionen zum Schutz dieser Reptilien durch eine breite Öffentlichkeit zu unterstützen.

  18. Die Bundesregierung und die führenden Energieversorgungsunternehmen haben einer Vereinbarung parafiert, die Nutzung der Kernenergie in Deutschland geordnet zu beenden. Die Eckpunkte dieser Vereinbarung sind eine Befristung der Laufzeiten der Kernkraftwerke, die zeitliche Begrenzung der Wiederaufarbeitung als Entsorgungsweg bis zum 1. Juli 2005, die Errichtung dezentraler Zwischenlager an den Standorten der Kernkraftwerke zur Minimierung der Transporte sowie der Stopp der Erkundung des Endlagers Gorleben.

  19. Aus einer geborstenen Pipeline des staatlichen Ölkonzerns Petrobas fließen 700 km südwestlich von Rio de Janeiro rund 4 Mio. Liter Rohöl in die Flüsse Barigui und Iguacu. Der Iguacu fließt durch den Nationalpark Iguacu Falls. Der mehrere Zentimeter dicke Ölteppich führt zu einem massiven Fisch- und Vogelsterben. Außerdem ist die Wasserversorgung einiger Städte bedroht. In Gefahr waren auch die Iguacu-Wasserfälle selbst, eine der bekanntesten Touristenattraktionen des Landes. Mit schwimmenden Barrieren soll der Ölteppich aufgehalten und dann abgesaugt werden. Dem Ölkonzern wurde eine Strafe in zweistelliger Mio. Höhe auferlegt.

  20. Im Jahr 2000 hat die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. den 12. September zum „Tag der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft“ ausgerufen. Durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen und die Erhöhung der Energiebesteuerung sollen günstige Bedingungen für ökologisches Handeln geschaffen sowie die Soziale Marktwirtschaft zu einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft fortentwickelt werden.

  21. Bund und Länder beschließen die Einführung eines Pflichtpfandes auf Getränkedosen und Einwegflaschen.

  22. Der mit 6.000 t giftigen Chemikalien (Styrol, Methyl- und Isopropylalkohol) beladene italienische Tanker Levoly Sun sinkt nach einem Orkan im Ärmelkanal.

  23. The oil tanker Verginia II spills 86,000 litres of cruide oil into the ocean at the Port of Sao Sebastiao (Brazil).

  24. Die 6. Vertragskonferenz fand vom 13. bis zum 24. November 2000 in Den Haag, Niederlande statt. Die Erwartungen an die sechste Vertragsstaatenkonferenz waren groß. In den Details des Kyoto-Protokolls, die auf COP 6 hätten geklärt werden sollen, kam es zwischen der so genannten "umbrella group" (USA, Australien, Kanada, Japan, Russland u. a.), der Gruppe der Entwicklungsländer und der Europäischen Union nicht zu einer Einigung. Daraufhin wurde eine Fortsetzung der Konferenz geplant, auf der ein halbes Jahr später ein neuer Einigungsversuch gestartet werden sollte.

  25. Über 14 Jahre nach dem Supergau geht in Tschernobyl der letzte Reaktor vom Netz. Es bleiben jedoch zahllose Deponien mit verstrahltem Material und die Frage, wie die maroden Reaktorblöcke selbst eines Tages entsorgt werden sollen.

  26. Mit der Entscheidung 2000/801/EG der Europäischen Kommission am 20. Dezember 2000 wurde festgelegt, dass Lindan nicht als zugelassener Wirkstoff in den Anhang I der EU-Pflanzenschutzmittelrichtlinie 91/414/EG übernommen wird. Die Mitgliedstaaten mussten sicherstellen, dass alle Zulassungen für Pflanzenschutzmittel, die Lindan enthalten, innerhalb von sechs Monaten ab dem Datum der Annahme dieser Entscheidung aufgehoben wurden.

  27. Die "Richtlinie 2000/60/EG des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik - Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)" tritt in Kraft. Alle EU-Mitgliedsstaaten haben dem im Juni dieses Jahres erzielten Ergebnis des Vermittlungsverfahrens zwischen EU-Rat und Europäischem Parlament zugestimmt. In den nächsten 15 Jahren sollen Flüsse, Seen und küstennahe Gewässer eine gute Qualität erreichen. Auch der Grundwasserschutz wird verbessert. Schon vor Erreichen der entsprechenden Grenzwerte sollen Maßnahmen zur Sicherung der Grundwasserqualität ergriffen werden. Darüber hinaus sind die Wasserpreise transparenter zu gestalten. Bis 2004 müssen die Mitgliedsstaaten über ihre Wasserpreise getrennt nach den Sektoren Industrie, Landwirtschaft und private Haushalte berichten. Ziel ist es, dass zumindest die betriebswirtschaftlichen Kosten - wie in Deutschland üblich - von den Verbrauchern getragen werden, um einen effizienten Umgang mit dieser Ressource sicherzustellen.