1. Am 17. Januar 2013 lief der Minensucher USS Guardian in philippinischen Gewässern auf Grund. Das US Marineschiff setzte auf dem Tubbataha-Riff auf und zerstörte Teiles des Riffs. Das Riff liegt in der Marineschutzzone Tubbataha National Marine Park und ist als Unesco-Weltnaturerbe geschützt.

  2. Am 12. Februar 2013 stürzte am stillgelegten Atomkraftwerk in Tschernobyl ein 600 Quadratmeter großer Teil des Daches der Turbinenhalle von Block 4 ein. Das ist jener Block, in dem sich 1986 die Katastrophe ereignet hat. Nach Angaben der Sprecherin des Kraftwerks ist das betroffene Maschinengebäude aber ca. 50 Meter von dem Reaktor entfernt. Grund für den Einsturz waren laut ukrainischen Behörden Schneemassen auf dem Dach.

  3. In der amerikanischen Atomanlage Hanford Tank Farm im US-Staat Washington sind sechs unterirdische Tanks mit nuklearem Abfall undicht. Das teilten die Behörden am 22. Februar 2013 mit.

  4. Der unter moldawischer Flagge fahrene Frachter Nikolay Bauman ist mit 2.700 Tonnen Gips, dreieinhalb Tonnen Diesel und einer halben Tonne Öl an Bord am 6. März 2013 im Schwarzen Meer gesunken. Der Frachter war unterwegs von der Türkei ins südukrainische Cherson, als er zwei Kilometer von der Küste entfernt leckschlug. Nach der Schiffshavarie bedroht ein fünf Quadratkilometer großer Ölteppich auf dem Schwarzen Meer ein Umweltschutzgebiet nahe des ukrainischen Donaudeltas. Das entspricht etwa der dreifachen Größe der Nordsee-Insel Helgoland.

  5. Kurz vor 19 Uhr Ortszeit fiel am 18. März 2013 der Strom im Atomkraftwerk Fukushima aus. Die Kühlsysteme für die Abklingbecken der Blöcke 1, 3 und 4 und waren betroffen.

  6. Am 29. März 2013 brach die ExxonMobil Pegasus-Pipeline, die kanadisches Rohöl von Illinois nach Texas transportiert, nahe der Kleinstadt Mayflower im US-Bundesstaat Arkansas. 5000 Barrel Teerschlamm ergossen sich über Straßen und Wiesen einer Wohnsiedlung.

  7. Am 17. April 2013 ereignete sich eine schwere Explosion in einer Düngemittelfabrik in der Kleinstadt West im US-Bundesstaat Texas, während Einsatzkräfte versuchten, ein dort ausgebrochenes Feuer zu löschen. 14 Leichen wurden geborgen und rund 200 Menschen sind nach Behördenangaben bei dem Unglück verletzt worden. Die Erschütterung bei der Explosion war so stark, dass Seismologen sie als Erdbeben der Stufe 2,5 klassifizierten. Neben der Düngerfabrik wurden auch zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude der zerstört.

  8. Am 21. April 2013 sank der Fischtrawler Kai Xin vor der antarktischen Küste. Das Schiff liegt nach Angaben der chilenischen Marine auf dem Grund der Bransfieldstraße am Nordende der Antarktischen Halbinsel. Die Bransfieldstraße liegt im Norden der Antarktischen Halbinsel, einem besonders empfindlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

  9. Am 1. Mai 2013 brannte im Hamburger Hafen der Frachter "Atlantic Cartier" der Reederei ACL. Die Gesamteinsatzdauer zur Brandbekämpfung der Feuerwehr betrug ca. 15, 5 Stunden. Eine kleine Anfrage von Bündnis 90 / Die Grünen deckte auf, dass die Atlantic Cartier Gefahrgüter an Bord hatte, darunter auch radioaktive Stoffe (Uranhexafluorid). Nach Angaben des Hamburger Senats wurden durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr die Gefahrgutcontainer rechtzeitig aus dem Gefährdungsbereich des Brands entfernt und an Land umgesetzt. Alle umgesetzten Container waren unbeschädigt; es sind keine Gefahrstoffe ausgetreten.

  10. "Ab dem 31. Mai 2013 entwickelte sich in Mitteleuropa ein großräumiges Hochwasserereignis von dem vor allem Deutschland, aber auch die Nachbarländer Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen, sowie die Slowakei, Ungarn, Kroatien und Serbien betroffen sind. Die meteorologische Ursache, die das Hochwasser letztlich auslöste, war eine stabile Großwetterlage über Mitteleuropa. Ein sich langsam ostwärts verlagerndes abgeschlossenes Höhentief über dem europäischen Kontinent führte auf seiner Ostseite beständig feuchtlabile Luft subtropischen Ursprungs in weitem Bogen über Nordosteuropa bis nach Mitteleuropa, die über den Zeitraum einer Woche als intensiver, langdauernder Starkregen, besonders in Staulagen der Alpen und Mittelgebirge abregnete. Das Ausmaß des Hochwassers wurde durch die extreme und weiträumige Sättigung des Bodens in den dann betroffenen Einzugsgebieten, verursacht durch den insgesamt sehr feuchten Mai, maßgeblich verstärkt. Der Ereignisschwerpunkt lag an Donau und Elbe und ihren großen Nebenflüssen.(...) Das Ereignis übertraf in Ausdehnung und Gesamtstärke das Augusthochwasser 2002 und das bisherige Rekord-Sommerhochwasser vom Juli 1954.(...) Im Donau-Einzugsgebiet waren Donau, Lech, Regen und die Inn-Salzach-Region besonders betroffen. Am Zusammenfluss von Donau und Inn wurde in Passau mit 12,75 m ein historischer Höchstwasserstand verzeichnet (3. Juni). Neben Passau ist vor allem der Landkreis Deggendorf betroffen, wo ab dem 5. Juni Deiche den hohen Wasserständen und der Dauerbelastung nicht standgehalten haben. "

  11. Am 6. Juli 2013 ereignete sich ein Eisenbahnunfall in der Kleinstadt Lac-Mégantic in der kanadischen Provinz Québec. Ein führerloser Güterzug entgleiste auf der Bahnstrecke Brookport–Mattawamkeag. Der Zug transportierte Rohöl aus Nord-Dakota zu einer Raffinerie der Irving Oil in New Brunswick. Das aus den zerstörten Kesselwagen auslaufende Rohöl geriet teilweise explosionsartig in Brand, wobei mindestens 47 Menschen starben und mehr als 30 Gebäude zerstört wurden. Nachdem etwa 100.000 Liter Rohöl in den Rivière Chaudière geflossen sind, drohte eine Ölpest.

  12. Vor der Küste Zyperns ist aus einer leckgeschlagenen Pipeline Schweröl ins Meer geflossen. Am 16. Juli 2013 trat bei der Betankung des Kraftwerks Kalecik durch einen türkischen Tanker nach Medienangaben mehr als 100 Tonnen Schweröl aus. Es bildete sich ein Ölteppich mit einem Radius von sieben Kilometern vor der Südküste der Halbinsel Karpas.

  13. Am 23. Juli 2013 ereignete sich eine Explosion an der Gas-Plattform "Hercules 265" im Golf von Mexiko.

  14. Durch ein Leck in einer Ölpipeline flossen im Golf von Thailand am 27. Juli 2013 nach Medienberichten schätzungsweise 50 000 Liter Öl ins Meer. Das Leck entstand an einer Offshore-Plattform etwa 20 Kilometer vor der Küste von Rayong. Die Bohrinsel gehört PTT Global Chemicals, einem Tochterunternehmen der staatlichen Ölfirma PTT.

  15. Am 16. August 2013 kollidierte die Fähre MV St Thomas Aquinas in Hafennähe vor der Insel Cebu auf den Philippinen mit dem Frachter MV Sulpicio Express 7 und sank. Die Fähre hatte nach Angaben des Eigners 20.000 Liter Diesel, 120.000 Liter Rohöl und 20.000 Liter Schmieröl an Bord. Die Kollision führte zu einer Ölpest in der Provinz Cebu.

  16. Am japanischen Reaktor Fukushima ist laut der Betreiberfirma Tesco das bis zu diesem Zeitpunkt größte radioaktive Leck seit der Havarie der Anlage 2011 entdeckt worden. Rund 300 Tonnen verseuchtes Wasser seien aus Auffangtanks ausgetreten, erklärte der Elektrizitätskonzern Tepco am 20. August 2013.

  17. Am 21 August 2013 erhöhte die Japanische Atomaufsicht wegen eines Lecks an einem Wassertank des havarierten Kernkraftwerks Fukushima erhöhte die Warnstufe von eins auf drei. Es ist das erste Mal seit der Katastrophe im März 2011, dass Japan eine derartige Warnung ausspricht.

  18. Am 4. September 2013 verunglückte der Küstentanker Nordvik in der Matisen-Straße (östliche Karasee) mit einer Eisscholle. Russische Medien berichteten, dass der Zusammenstoß ein Loch in einen der Ballasttanks des Einhüllentankers gerissen hat. Der Tanker hatte knapp 5000 Tonnen Dieselöl geladen. Die Nordvik hat eine Eisklasse für leichten Eisgang. Nach Medienberichten soll die Eisdrift zum Zeitpunkt des Unfalls aber als "medium" eingestuft worden sein.

  19. Die radioaktive Strahlung um die kontaminierten Wassertanks am japanischen AKW Fukushima stiegen auf einen neuen Höchstwert an. Die Atomaufsichtsbehörde teilte am 4. September 2013 mit, dass der Höchstwert auf 2200 Millisievert angestiegen ist.

  20. Am 8. November 2013 erreichte der Taifun Haiyan, auf den Philippinen unter dem Namen YOLANDA geführt, den Inselstaat. Er gilt als einer der stärksten Taifune, die je auf Land getroffen sind. Vor allem die verursachte Sturmflut mit Überschwemmungen und Wind mit Orkanstärke führten zu extremen Verwüstungen.

  21. Auf dem Gelände der IVG Caverns GmbH in Etzel in der Gemeinde Friedeburg (Landkreis Wittmund) liefen am 17. November 2013 etwa 40 000 Liter Rohöl aus. Der Schaden ereignete sich oberirdisch auf einem so genannten Sammelplatz der IVG, der über Tiefbohrungen mit mehreren unterirdischen Speicherkavernen verbunden ist. Das Rohöl ist auf den Sammelplatz der Kavernenanlage ausgelaufen. Das Rohöl gelangte über das Entwässerungssystem des Betriebsplatzes in das angrenzende Vorflutersystem und von dort in das Friedeburger Tief. Das Rohöl verteilte sich auf einer Länge von etwa 6 km in den Gewässern.

  22. Im Windpark Schneebergerhof im pfälzischen Donnersbergkreis stürzte am 30. Dezember 2013 das Rotorblatt einer Windkraftanlage ab. Nach Angaben des Betreibers Juwi löste sich ein 60 Tonnen schweres Rotationsblatt eines Windrades vom Typ E-126 und fiel aus etwa 140 Metern Höhe auf einen Acker nahe der Gemeinde Gerbach. In der Unglückszeit gab es keinen gravierenden Sturm. Ans Netz war die Windkraftanlage E-126 im Windpark Schneebergerhof im November 2010 gegangen.

  23. In der Nähe der Ortschaft Casselton im US-Bundesstaat North Dakota kollidierten am 30. Dezember 2013 zwei Güterzüge. Mehrere mit Rohöl beladene Kesselwagen explodierten und gingen in Flammen auf. Die Bewohner der Ortschaft wurden vor dem giftigen Qualm evakuiert. Der Bundesstaat North Dakota ist der zweitgrößte Ölproduzent des USA. Anfang Dezember 2013 hatte die staatliche Regulierungsbehörde mitgeteilt, dass 2014 90 Prozent statt bisher 60 Prozent der Öltransporte per Zug erfolgen werden.