Definition

In einer grünen Bioraffinerie werden feuchte Biomassen in grüner oder silierter Form, wie z. B. ein-oder mehrjährige Gräser, als Rohstoff verwendet. Nach der Primärraffination stehen als Rohprodukte Presssaft und cellulosische Faser zur Verfügung. Eine Grüne Bioraffinerie wird üblicherweise mit einer Biogasanlage gekoppelt, weil immer ein Teil der einen oder beider Fraktionen (Grassaft bzw. Grasfaser) dort aus verfahrenstechnischen Gründen als Kosubstrat verwertet wird. Der Grassaft geht entweder direkt in die Biogasanlage oder seine Inhaltsstoffe (bspw. Milchsäure, Essigsäure, Proteine, Aminosäuren) werden abgetrennt. Die Grasfaser kann direkt zu Futtermitteln verarbeitet werden oder als Rohmaterial für z. B. Dämmstoffe, Cellulosefasern oder faserverstärkte Kunststoffe dienen. (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Roadmap Bioraffinerien im Rahmen der Aktionspläne der Bundesregierung zur stofflichen und energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Oktober 2014)

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