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2017-09-27

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Am 27. September 2017 wurden sechs Verordnungen zum Schutz der Meeresnatur in Nord- und Ostsee im Bundesgesetzblatt verkündet. Damit werden die Meeresnaturschutzgebiete "Doggerbank", "Borkum Riffgrund" und "Sylter Außenriff – Östliche Deutsche Bucht" in der Nordsee sowie "Fehmarnbelt", "Kadetrinne" und "Pommersche Bucht – Rönnebank" in der Ostsee auch nach nationalen Vorschriften rechtlich gesichert. Die Gebiete befinden sich in der sogenannten ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee und damit in der Zuständigkeit des Bundes. Die AWZ schließt sich an das 12 Seemeilen breite deutsche Küstenmeer an. Die neuen Schutzgebiete umfassen rund 30 Prozent der Fläche der deutschen AWZ. Die sechs Meeresgebiete sind seit 2007 Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Deutschland ist daher verpflichtet, diese Gebiete mit den nötigen Maßnahmen unter Schutz zu stellen. Die Europäische Kommission hatte hierzu bereits ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, das zumindest mit Blick auf die Ausweisung der Meeresschutzgebiete in Verantwortung des Bundes nun gegenstandslos sein dürfte. Das Verfahren richtet sich darüber hinaus an die Bundesländer, die in der Pflicht sind, Natura-2000-Gebiete an Land ebenfalls rechtlich zu sichern.
In den Meeresnaturschutzgebieten darf nach den neuen Bestimmungen kein Baggergut eingebracht werden, es dürfen keine Aquakulturen betrieben und auch keine künstlichen Inseln errichtet werden. Wer in diesen Meeresgebieten Energie erzeugen, Bodenschätze abbauen oder unterseeische Kabel verlegen will, muss zuvor in einer Verträglichkeitsprüfung nachweisen, dass das Vorhaben die Meeresumwelt nicht erheblich beeinträchtigt. Im Bereich der Freizeitfischerei gibt es ein räumlich und zeitlich abgestuftes Schutzkonzept für einen Interessensausgleich zwischen dem Schutz der Meeresnatur und den Belangen der Freizeitfischer. In der der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee kann weiterhin auf circa 80 Prozent der Fläche geangelt werden, lediglich 20 Prozent der Fläche unterliegt einer naturschutzrechtlichen Regulierung.

en

On 27 September 2017 six ordinances on the protection of the marine environment in the North and Baltic Seas were promulgated in the Federal Law Gazette. This ensures legal protection under national legislation of the marine protected areas Doggerbank, Borkum Riffgrund and Sylter Außenriff- Östliche Deutsche Bucht in the North Sea and Fehmarnbelt, Kadetrinne and Pommersche Bucht - Rönnebank in the Baltic Sea. The sites are located in the Exclusive Economic Zones (EEZ) in the North and Baltic Seas, which makes them a responsibility of the federal government. The EEZ is the area just beyond the 12 nautical mile-wide territorial sea. The new protected areas cover approximately 30 per cent of the German EEZ. The six marine areas have been part of the European Natura 2000 network of protected areas since 2007. This made it mandatory for Germany to protect these areas through necessary measures. The European Commission had already initiated an infringement procedure in this matter, which is now likely to be without cause since the German government placed the marine areas in its responsibility under protection. The infringement procedure was also directed at the federal Länder, who have the obligation to also include land-based Natura 2000 sites in their legal protection scheme. According to the new provisions, it is no longer permitted to introduce dredging waste into the sea in the marine protected areas, to operate aquacultures or to build up artificial islands. Anyone wanting to generate energy in these areas, exploit natural resources or lay submarine cables has to prove with an impact assessment that the project will not have considerable adverse effects on the marine environment.

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dct:created
2017-11-17T19:33:24+00:00
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Meike Wolff
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Meike Wolff
dct:modified
2017-11-17T20:00:40+00:00

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