1. In Japan ist das erste von Solarzellen teilangetriebene Frachtschiff der Welt, die Auriga Leader, in See gestochen. Der Frachter soll Autos von Japan aus zu den Exportmärkten liefern.

  2. Am 17. Dezember 2008 hat das Bundeskabinett die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandels beschlossen. Diese schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Sie stellt vorrangig den Beitrag des Bundes dar und bietet auf diese Weise eine Orientierung für andere Akteure. Die Strategie legt den Grundstein für einen mittelfristigen Prozess, in dem schrittweise mit den Bundesländern und anderen gesellschaftlichen Gruppen die Risiken des Klimawandels bewertet, der mögliche Handlungsbedarf benannt, die entsprechenden Ziele definiert sowie mögliche Anpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden sollen.

  3. Nach einem nur elf Monate dauernden Gesetzgebungsverfahren hat das Europäische Parlament heute mit großer Mehrheit das EU-Klimapaket verabschiedet. Das Paket soll sicherstellen, dass die EU ihre Klimaziele bis 2020 erreicht, namentlich den Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent zu reduzieren (um 30 Prozent im Falle eines internationalen Übereinkommens), den Anteil erneuerbarer Energiequellen auf 20 Prozent zu steigern und die Energieeffizienz um 20 Prozent zu erhöhen.

  4. In den Jahren 1997 bis 2007 wurden im Einzugsgebiet des unteren Mekongs insgesamt 1000 neue Tier- und Pflanzenerten Arten entdeckt. Das berichtet der aktuelle WWF-Report „First Contact in the Greater Mekong“.

  5. Europas Vielfalt geschützter Flora und Fauna wurde weiter ergänzt durch eine bedeutende Erweiterung von Natura 2000. Die Erweiterung betrifft 769 neue Gebiete mit einer Gesamtfläche von 95 522 km². Die meisten der neuen Gebiete liegen in Bulgarien, Rumänien und Polen und umfassen Gebiete am Schwarzen Meer (Bulgarien und Rumänien) und biogeografischen Regionen der Steppe (Rumänien). Natura 2000 umfasst nunmehr etwa 25 000 Gebiete, die fast 20% der Landfläche der EU ausmachen und damit das größte verbundene Netzwerk geschützter Gebiete in der Welt bilden.

  6. Tagfalter sind sehr populäre Insekten, die eine wichtige Rolle als Frühwarnsystem für Umweltveränderungen einnehmen können. Sie haben eine kurze Generationenfolge und reagieren damit entsprechend schnell auf Veränderungen. Tagfalter sind in den letzten Jahrzehnten bereits stark zurückgegangen – schneller als andere bekannte Artengruppen wie Pflanzen oder Vögel (die oft von Schmetterlingsraupen als Nahrungsquelle abhängen). Dieser Atlas hilft, die möglichen Konsequenzen der Klimaveränderung für die Mehrzahl der europäischen Tagfalter abzuschätzen. Die Ergebnisse sind wichtig, weil Tagfalter gute Indikatoren für einen großen Teil der Insekten darstellen. Da zudem zwei Drittel aller bekannten Arten Insekten sind, sind die Ergebnisse hilfreich, um die möglichen Risiken der Klimaveränderung für die Biodiversität generell zu verstehen.

  7. Glühlampen sollen bis 2012 schrittweise abgeschafft werden. Auf diesen Kommissionsvorschlag zur Umstellung auf Energiesparlampen haben sich die nationalen Sachverständigen in ihrer Sitzung des Ökodesign-Regelungsausschusses geeinigt.

  8. Am 1. März 2007 begann das Internationale Polarjahr 2007/2008. Während dieses Zeitraums bis in das Jahr 2009 hinein wird alle drei Monate ein Internationaler Polartag zu einem bestimmten Thema veranstaltet, mit dem Ziel eine breite Öffentlichkeit über den Stand der aktuellen Forschungen zu informieren. Der sechste Internationale Polartag am 4. Dezember 2008 hat den Themenschwerpunkt "Über den Polen".

  9. Am 4. Dezember 2008 lief das Antarktis-Kreuzfahrtschiff MV Ushuaia am Eingang der Wilhelmina Bay nahe Cape Anna in der NW Antarktis auf Grund. Zwei Dieseltanks waren beschädigt, aus denen Treibstoff ins Meer auslief. Das so verseuchte Gebiet wurde auf ca. 50 x 300 m geschätzt.

  10. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Firma Wärtsilä Ship Design Germany (vormals SCHIFFKO GmbH) stellten in Berlin das technische Design des europäischen Forschungsschiffs Aurora Borealis vor. Aurora Borealis wird ein einzigartiges Schiff werden – eine Kombination aus Eisbrecher, Bohrschiff und Mehrzweck-Forschungsschiff, das zu allen Jahreszeiten für den Einsatz in den Polarmeeren geeignet ist.

  11. Die Emissionsgrenze von 120 Gramm CO2 für Neuwagen kommt drei Jahre später als vorgesehen. Die Europäische Kommmission, die Ratspräsidentschaft und Vertreter des Europäischen Parlaments haben sich am 1. Dezember auf eine schrittweise Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid bei Neuwagen bis 2015 verständigt. Demnach soll der Grenzwert von 120 g CO2 pro Kilometer in vier Schritten von 2012 bis 2015 für die gesamte Neuwagenflotte verbindlich werden. Das Langfristziel von 95 g/km für das Jahr 2020 soll rechtsverbindlich werden. Bei Überschreitung der Grenzwerte werden massive Strafzahlungen bis zu 95 Euro je Gramm fällig.

  12. Die 14. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention und 4. Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls fand vom 1. bis zum 12. Dezember 2008 im polnischen Poznań/Posen statt. Sie markierte einen wichtigen Zwischenschritt im internationalen Verhandlungsprozess über ein neues Klimaschutzabkommen nach 2012: den Übergang vom Austausch der jeweiligen Positionen in die konkreten Verhandlungen über die Textinhalte eines neuen Abkommens. Poznań bildete insofern eine Arbeitskonferenz, auf der die wesentlichen Elemente des zukünftigen Klimaschutzregimes erörtert wurden und die Staaten nochmals ihre Verhandlungspositionen darstellen konnten. Gegenstand der inhaltlichen Diskussionen waren dabei vor allem die notwendigen Ziele der Staaten zur Treibhausgasreduktion sowie die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern. Naturgemäß wurden zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidungen getroffen. Die Staaten kamen allerdings überein, bis Mitte Februar 2009 ihre nationale Minderungsziele beziehungsweise -maßnahmen für 2020 zu benennen.

  13. Eine Gruppe von 150 Walen ist bei einer Massenstrandung an der Westküste Tasmaniens verendet. Die Gruppe hatte sich in eine felsige Bucht verirrt und ist zwischen den Klippen von der Brandung schwer verletzt worden.

  14. Mit dem ersten Klimagesetz weltweit setzt Großbritannien neue Maßstäbe für europäische Regierungen. Per Gesetz verpflichtet sich das Land, die Treibhausgase bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Das Klimagesetz tritt am 26. November in Kraft.

  15. An der Nordwestküste der Insel Tasmanien ist am Wochenende eine Grindwal-Herde in extrem seichtem Wasser gestrandet. Von den 64 Meeressäugern konnten elf Tiere gerettet werden.

  16. Zum ersten Mal liegt eine umfassende Übersicht über die in Europa anwesenden nichteinheimischen Arten sowie über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft vor. Mehr als 11.000 nichteinheimische Arten wurden im Rahmen des DAISIE-Projektes (Delivering Alien Invasive Species Inventory for Europe) dokumentiert, ein einmaliges Dreijahresprojekt von über 100 europäischen Wissenschaftlern, das von der Europäischen Union finanziert wurde und nun neues Wissen über biologische Invasionen in Europa vorlegt. Biologische Invasionen durch nichteinheimische Arten verursachen häufig beträchtlichen ökonomischen Schaden, sowie Verluste an biologischer Diversität und ökologischen Funktionen in den betroffenen Ökosystemen.

  17. Der Blaue Engel erhält eine neue Funktion: Als Klimaschutzzeichen wird er künftig auch besonders energiesparende und klimafreundliche Produkte kennzeichnen. Das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die Jury Umweltzeichen stellen auf der Jubiläumsfeier zum 30. Geburtstag des Blauen Engel am 19. November 2008 in Berlin das neue Klimaschutzzeichen vor.

  18. Greenpeace hat am Donnerstag in Johannesburg das erste von drei Afrika-Büros eröffnet: Greenpeace Südafrika. Ende November eröffnet das zweite Greenpeace-Büro in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo). Ein drittes folgt im Frühjahr 2009 im Senegal.

  19. Im Koalitionsvertrag von 2005 hatten SPD, CDU und CSU vereinbart, die bundeseigenen Flächen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze dauerhaft für den Naturschutz zu sichern. In einem ersten Schritt werden 3.863 Hektar besonders wertvoller Flächen im ehemaligen Grenzstreifen vom Bund unentgeltlich an das Land Thüringen übertragen. Das Grüne Band soll als national bedeutender Biotopverbund erhalten werden, auch in Erinnerung an die deutsche Teilung. Eine umfassende Bestandaufnahme im Jahr 2001 belegt, dass das Grüne Band mit einer Länge von rund 1400 Kilometern einen Biotopverbund von besonderer Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland darstellt.

  20. Die erste globale, rein virtuelle Klimakonferenz wird von Hamburg aus organisiert und findet zwischem 3. bis 7. November statt. Klima 2008 / Climate 2008 wird vom Forschungs- und Transferzentrum "Applications of Life Sciences" der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg organisiert. Das Zentrum betreibt Grundlagenforschung in Bezug auf Life Sciences- Themen und untersucht Aspekte der Themenbereiche Klima, Energie und nachhaltige Entwicklung.

  21. Laut einem Anfang November 2008 veröffentlichten Bericht des Umweltbundesamtes gab es im Jahr 2006 Subventionen des Bundes von knapp 42 Milliarden Euro mit negativen Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Die Forscher des Umweltbundesamtes analysierten die wichtigsten Subventionen des Bundes in den Bereichen Energiebereitstellung und -nutzung, Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Landwirtschaft. Die Studie berücksichtigte Förderprogramme auf Länder- und kommunaler Ebene kaum. Das tatsächliche Volumen umweltschädlicher Subventionen 2006 in Deutschland lag daher noch höher als 42 Milliarden Euro.

  22. Die Greenfreeze-Kältetechnik ohne klimaschädliche FCKW und FKW wurde 1992 eingeführt und ist weltweit die vorherrschende Kühlschranktechnik. Lediglich die USA verweigerten sich dieser Kältetechnik bislang. Türöffner für die jetzige Einführung in den USA war die Gruppe RefrigerantsNaturally mit Coca-Cola, Unilever und McDonalds. Die drei Konzerne begannen 2004 ihre Kühlgeräte auf die umweltfreundliche Technik umzustellen. Erst vor kurzem kaufte Unilever den Eisproduzenten Ben & Jerry's auf und stellte dessen Kühltruhen auf Greenfreeze um. Der Präzedenzfall für die Zulassung von brennbaren Kältemitteln in den USA war geschaffen. Am 29. Oktober 2009 kündigte Generals Electric ihre Pläne an, die ersten klimafreundlichen Kühlschränke für Verbraucher herzustellen und zu vertreiben.

  23. Der Living Planet Report der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) wird alle zwei Jahre veröffentlicht und beschreibt den ökologischen Zustand der Erde. Der Bericht setzt zwei sich ergänzende Kennzahlen ein, um die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums zu untersuchen. Der Living Planet Index spiegelt den Zustand der Ökosysteme wider, während der Ökologische Fußabdruck den Umfang und die Art der Beanspruchung dieser Systeme durch den Menschen anzeigt. Der Living Planet Index der weltweiten Biodiversität wird an den Beständen von 1.686 Wirbeltierarten in aller Welt gemessen und hat in den letzten 35 Jahre um fast 30 Prozent abgenommen. Die Nachfrage der Menschheit nach den Ressourcen des Planeten, ihr Ökologischer Fußabdruck, übersteigt die regenerativen Kapazitäten um rund 30 Prozent. Deutschland liegt im internationalen Vergleich der Größe seines Fußabdrucks auf Rang 30. Den größten Fußabdruck haben die USA und China.

  24. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) veröffentlicht erstmals eine Liste besonders besorgniserregender Stoffe. Dazu zählen krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Stoffe und persistente, bioakkumulierende, toxische Stoffe (PBT-Stoffe) – also solche, die sich langlebig in der Umwelt sowie dem menschlichen Körper verhalten, sich dort anreichern und giftig sind. Die europäische Chemikalienverordnung REACH verpflichtet Unternehmen ihre gewerblichen Kunden zu informieren, falls in ihren Erzeugnissen eine in der Liste identifizierte Chemikalie mit mehr als 0,1 Prozent enthalten ist.

  25. Die Vereinten Nationen haben die erste globale Grundwasserkarte veröffentlicht. Fast 96 Prozent der Süßwasser-Reserven der Erde liegen nach Angaben der Uno unter der Erde - und die meisten dieser Grundwasser führenden Gesteinsschichten überschreiten Staatsgrenzen. Das Internationale Hydrologische Programm (IHP) der Unesco hat seit dem Jahr 2000 an einer globalen Grundwasser-Datenbank gearbeitet und jetzt die Ergebnisse in Form einer detaillierten Weltkarte veröffentlicht.

  26. Auf einer Konferenz in Madrid legten 51 Staaten den Grundstein für die Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien und verständigten sich auf den Text des Gründungsvertrages. Der Gründungsvertrag für die Agentur IRENA soll am 26. Januar 2009 in Bonn feierlich unterzeichnet werden. Mitte 2009 werden der Sitz und der Generaldirektor für die Startphase bestimmt und die Organisation sukzessive aufgebaut. IRENA wird Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützen.

  27. Die US-Umweltorganisation Blacksmith Institute und die Umweltorganisation Green Cross Schweiz legen mit dem Umweltgiftbericht 2008 eine Liste der zehn weltweit gefährlichsten Umweltgifte vor. Mit ihrem Bericht wollen die Organisationen die Öffentlichkeit auf die schwerwiegenden Folgen durch Umweltgifte auf die menschliche Gesundheit aufmerksam machen. Laut Bericht sind die zehn gefährlichsten Umweltgiftquellen weltweit: Goldabbau; Kontaminierte Oberflächengewässer; Kontaminiertes Grundwasser; Luftschadstoffe in Innenräumen; Metallschmelzen und –verarbeitung; Industrieller Bergbau; Radioaktive Abfälle und Abfälle aus dem Uranbergbau; Ungeklärte Abwässer; Städtische Luftverschmutzung; Recycling von Bleibatterien

  28. Das Bundeskabinett hat eine neue gesetzliche Grundlage für die Förderung der Biokraftstoffe beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, Konkurrenzen um Anbauflächen für Biosprit und Nahrungsmittel zu vermeiden und den Ausbau der Biokraftstoffe stärker als bisher auf die effektive Minderung der Treibhausgasemissionen auszurichten. Die bisher für den Beginn des Jahres 2009 vorgesehene Erhöhung der Beimischungsquote auf 6,25 Prozent wird um ein Jahr verschoben.

  29. Den 20. Oktober ernannte ein Bündnis aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Alleenschutzgemeinschaft (ASG), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SdW) und der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße zum ersten Tag der Allee. Zu diesem Datum sollen künftig jährlich Gemeinden und Städte in Deutschland aufgefordert werden, Alleebäume zu pflanzen. Das Bündnis kürte zudem die „Allee des Jahres“. Alleen sind nicht nur schützenswerte kulturelle Monumente. Sie leisten auch einen unschätzbaren Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz. Sie sind Heimat vieler zum Teil auch gefährdeter Tierarten, sie verbinden ihre Lebensräume und filtern Schadstoffe aus der Luft. Auch das Bundesumweltministerium unterstützt den Alleenschutz und hat mit der Kampagnenwebseite ein Forum für Alleen-Fans eingerichtet.

  30. Auf der fünften Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa 2007 wurde beschlossen, erstmalig eine Europäische Waldwoche im Zeitraum vom 20. bis zum 24. Oktober 2008 durchzuführen. Hauptträger sind die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), die Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (MCPFE) sowie die Europäische Kommission der EU in enger Zusammenarbeit mit Frankreich. Mit auf den waldbezogenen Aktionen und Veranstaltungen soll überall in Europa auf die Ziele der Waldwoche aufmerksam gemacht werden.

  31. Das Forschungsschiff Polarstern ist von seiner 23. Arktisexpedition am 17. Oktober 2008 nach Bremerhaven zurückgekehrt. Es hat als erstes Forschungsschiff weltweit sowohl die Nordwest- als auch die Nordostpassage durchfahren und damit einmal den Nordpol umrundet. An Bord befanden sich bis zu 47 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zwölf Nationen. Wegen der geringen Eisbedeckung konnten die Expeditionsteilnehmer in bisher nicht zugänglichen Seegebieten forschen.

  32. Vor 10 Jahren wurde gemäß der Batterieverordnung erstmals im großen Stil mit der Sammlung und dem Recycling von alten Batterien und Akkus begonnen. Nun feierte die in Hamburg ansässige Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien) ihr zehnjähriges Jubiläum. Ins Leben gerufen wurde die Stiftung im Mai 1998 von führenden Batterieherstellern sowie dem Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie. Die Stiftung finanziert sich aus den Beiträgen ihrer Nutzer. Diese Hersteller und Importeure entrichten entsprechend der Masse und dem Typus ihrer in Deutschland verkauften Batterien Entsorgungskostenbeiträge über einen Treuhänder an die Stiftung für die Serviceleistungen.

  33. In einem japanischen Atomkraftwerk in Tokaimura, 110 Kilometer nordöstlich von Tokio ist es zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem Rauch innerhalb einer Anlage austrat. Der Rauch entstand in einer Sammelstelle für radioaktiv belasteten Müll. Die Betreiberfirma Japan Atomic Power Co. teilte mit, dass kein Rauch nach außen getreten sei.

  34. Im Rahmen des in Barcelona stattfindenden Kongresses der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist zwischen Naturschutzorganisationen und der hauptsächlich von Unternehmen getragenen Stiftung FairWild die Kooperation für einen Internationalen Standard zur nachhaltigen Sammlung wildwachsender Heil- und Aromapflanzen vereinbart worden. Erstmals ist damit nun ein Gütesiegel auf den Weg gebracht, das die Verbraucher über die nachhaltige Wildsammlung eines Produkts informiert. Entwickelt wurde der neue Wildsammlungsstandard (ISSC-MAP) im Rahmen einer Zusammenarbeit des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), der IUCN-Heilpflanzenspezialistengruppe, WWF Deutschland und TRAFFIC, einer Organisation, die sich auf die Beobachtung fairen Handels spezialisiert hat.

  35. Die deutsche Seelachsfischerei in der Nordsee ist nach dem Umweltstandard des Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert worden. Der Fangbetrieb ist der erste der in Deutschland zertifiziert wurde und nimmt damit eine Pionierrolle ein.

  36. Am 8. Oktober 2009 ist das zur Aarhus-Konvention gehörende Protokoll über ein Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (PRTR) in Kraft getreten, meldet der Wirtschaftsauschuss der Vereinten Nationen für Europa UNECE. Das PRTR hilft, die größten Verschmutzungsquellen auf dem europäischen Kontinent zu identifizieren.

  37. Die Bonner Konvention hat das Jahr 2009 zum Jahr des Gorillas erklärt. Partner dieser Kampagne sind das Great Apes Survival Partnership (GRASP) in Verbindung mit UNEP und UNESCO sowie der Weltverband für Zoologische Gärten und Aquarien (WAZA). Mit dieser Aktion sollen die in Afrika akut vom Aussterben bedrohten Menschenaffen besser geschützt werden. Drei der vier Gorilla- Arten sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als «vom Aussterben bedroht» klassifiziert. Zu den Bedrohungen gehören die Jagd zum Verzehr und für die traditionelle Medizin, die Zerstörung der Lebensräume durch Abholzung und Bergbau, bewaffnete Konflikte und Erkrankungen wie Ebola.

  38. Die IUCN hat am 6. Oktober 2008 die aktualisierte Rote Liste in Barcelona vorgestellt. 1.141 der 5.487 bekannten Säugetierarten finden sich auf der Roten Liste.

  39. The Foundation Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research (AWI) has established a regional climate office to accelerate the interaction with users of climate products and information.

  40. Das Bundeskabinett hat die Nationale Strategie für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Meere am 1. Oktober 2008 verabschiedet. Mit der Nationalen Meeresstrategie stellt die Bundesregierung einen ersten Baustein für die zukünftige integrierte deutsche Meerespolitik vor.