1. Der Weltbodentag ist ein gemeinsamer Aktionstag für die Ressource Boden. An diesem Tag wird der Boden des Jahres für das folgende Jahr vorgestellt. Diese Aktion wurde vom Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft ins Leben gerufen und wird vom Umweltbundesamt gefördert. Boden des Jahres 2007 ist der Podsol.

  2. Das Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata ) wurde von der Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) zum Moos des Jahres 2007 gekürt. Mit der Wahl soll im besiedelten Raum auf Gemäuer als gefährdeten und schützenswerten Lebensraum für Moose hingewiesen werden.

  3. Seit dem Jahr 2000 wird durch den Bund deutscher Staudengärtner alljährlich eine Staude des Jahres ernannt. Die Staude des Jahres 2007 ist der Ehrenpreis (Veronica).

  4. Algenforscher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft rufen den Seetang der Gattung Laminaria zur Alge des Jahres aus.

  5. Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg wählt seit 1999 die Arzneipflanzen des Jahres aus. Im Jahr 2007 wurde der Hopfen (Humulus lupulus) zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

  6. Giftpflanze des Jahres 2007 ist der Fingerhut (Digitalis purpurea).

  7. Das Duftveilchen (Viola odorata) wurde von der Jury des NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2007 gewählt.

  8. Der Baum des Jahres 2007 ist die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris).

  9. Der Elch ist das Tier des Jahres (Alces alces).

  10. Der Turmfalke ist der Vogel des Jahres 2007 (Falco tinnunculus).

  11. Von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt wurde zur Blume des Jahres 2007 die Bach- Nelkenwurz (Geum rivale)ausgewählt.

  12. Das Murnau-Werdenfelser Rind ist die Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2007.

  13. Die Spinne des Jahres 2007 gehört zur Familie der Wolfspinnen und ist mit fast 20 mm Körperlänge mit die größte einheimische Spinnenart. Arctosa cinerea hat mehrere deutsche Namen wie Sand-Wolfspinne, Flussufer-Riesenwolfspinne oder Sandtarantel.

  14. Die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) haben das Schwarze Kohlröschen (Nigritella rhellicani) zur Orchidee des Jahres 2007 gewählt. Damit soll auf die Bedeutung des Schutzes alpiner Lebensräume aufmerksam gemacht werden. Die Vorkommen des Kohlröschens sind vor allem durch Skipisten, die Überweidung der Almen und überzogenen alpinen Wegebau gefährdet. In Deutschland kommt das Schwarze Kohlröschen lediglich in den schwäbisch-oberbayerischen Voralpen und den Nördlichen Kalkalpen Südbayerns vor.

  15. Die Ritterwanze (Lygaeus equestris) ist zum Insekt des Jahres 2007 gewählt worden. Das Kuratorium "Insekt des Jahres" möchte mit seiner Wahl auf eine eher unbekannte Tiergruppe aufmerksam machen, die zu den farbenprächtigsten und interessantesten Insekten gehört.

  16. Froschlurch des Jahres ist die Knoblauchkröte (Pelobates fuscus). Den größten Teil des Jahres ist sie hauptsächlich nachtaktiv und tagsüber im Erdboden vergraben. Durch die versteckte Lebensweise ist sie vielen nur dem Namen nach bekannt. Die Knoblauchkröte steht auf der Roten Liste Deutschlands in der Kategorie „stark gefährdet“. Ihr Bestand ist durch die unterschiedlichsten Beeinträchtigungen und Gefährdungen in ihren Wasser- und Landlebensräumen bedroht.

  17. Der Verband Deutscher Sportfischer e.V. (VDSF) und das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) haben gemeinsam die Schleie (Tinca tinca) zum Fisch des Jahres 2007 gewählt. Der Lebensraum der Schleie ist vor allem durch den weiteren Ausbau von Fließgewässern und den damit verbundenen Rückgang von Wasserpflanzen gefährdet. In stehenden Gewässern ist die Überdüngung ein zusätzlicher Gefährdungsfaktor für die Bestände. Dass die Schleie vielerorts noch häufig vorkommt, ist vor allem Besatzmaßnahmen zu verdanken.

  18. Der Förderkreis Sporttauchen e.V. (FKS) hat das Großes Nixenkraut (Najas marina) zur Wasserpflanze des Jahres 2007 gewählt.

  19. 2007 hat die Deutsche Gesellschaft für Protozoologie zum ersten Mal den Einzeller des Jahres gewählt um auf die Bedeutung dieser große Organismengruppe für die Ökosysteme der Erde aufmerksam zu machen. Bei den Einzellern gibt es eine große Vielfalt und die Arten sind in Aufbau, Stoffwechsel, Genom-Organisation und Lebensstrategien sehr unterschiedlich. Das Pantoffeltierchen (Paramecium) wurde als erster Einzeller des Jahres ausgewählt, weil es vielleicht der bekannteste Einzeller ist, der oft schon im Biologie-Unterricht vorgestellt wird.

  20. Flechte des Jahres 2007 ist das Isländische Moos (Cetraria islandica). Sie gehört zu den gesetzlich geschützten Arten (Bundesartenschutzverordnung und Washingtoner Artenschutzübereinkommen). In Deutschland und in einigen Nachbarländern ist ihr Bestand nicht nur durch das Sammeln, sondern auch durch den Rückgang geeigneter Standorte gefährdet.

  21. Das Kuratorium ernannte die Maskenschnecke (Isognomostoma isognomostomos) zum Weichtier des Jahres 2007. Diese Schneckenart ist bislang in Deutschland nicht gefährdet. Die Maskenschnecke tritt verstreut in den Wäldern der Mittelgebirge und der Alpen auf, da sie spezielle Lebensräume (feuchte Umgebung an Hangfüßen oder Kammlagen) bevorzugt.

  22. Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat - gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. - das Landkärtchen ( Araschnia levana ) zum Schmetterling des Jahres 2007 ernannt.

  23. Die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) hat das südamerikanische Feuchtgebiet Pantanal zum Bedrohten See des Jahres 2007 ernannt. Der GNF macht damit auf die Zerstörung der Feuchtgebietsflächen durch Monokulturen, intensive Viehwirtschaft, die Gewinnung von Gold und Diamanten sowie die Ethanol-Herstellung aufmerksam.

  24. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat die Puppenkernkeule (Cordyceps militaris) zum Pilz des Jahres 2007 gewählt.