1. 23.02.1980 - Der griechische Tanker "Irenes Serenade" gerät nach einer Explosion in der Bucht von Navarino vor der Süd-Peleponnes mit etwa 100.000 Tonnen Erdöl an Bord in Brand und sinkt. Alle Küsten der Bucht werden von einer Ölpest betroffen.

  2. Der Öltanker Tanio gerät am 7. März 1980 mit 26.000 Tonnen Heizöl vor der Küster der Bretagne in einen heftigen Sturm und bricht auseinander. Etwa 13.500 Tonnen Heizöl laufen aus und werden durch starke Nordwest-Winde an die bretonische Küste getrieben. Über 200 Kilometer der Küste werden durch die Ölkatastrophe verschmutzt.

  3. Wegen Sauerstoffmangels sterben in der Ostsee Fischbestände.

  4. Der Tanker "Globe Asami" verliert auf der Memel (Russland) ca. 16 000 t Öl. Einige tausend Wasservögel sterben.

  5. Wegen Sauerstoffmangels sterben in der Ostsee Fischbestände.

  6. Der Tanker "Assimi" verliert vor Muscat (Oman) 53 000 t Öl.

  7. Lecks in etwa 20 Brennelementen führten zu erhöhter Radioaktivität (Jod - 131) im Kühlwasser. Da sich nicht vorgesehene chemische Verbindungen bildeten, die ins Abgas gelangten, funktionierten die Jodfilter nur unzulänglich. Es kam zu Abgaben von Jod - 131 über dem zulässigen Grenzwert. (Quelle: Greenpeace)

  8. Der spanische Super -Tanker "Castillo de Bellver" verliert ca. 155 000 t Öl bevor er mit ca. 100 000 weiteren Tonnen versenkt wird.

  9. Greenpeace Taucher enthüllen, dass aus der Abwasser-Pipeline der britischen Atommüll-Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield radioaktiver Ölschlamm tritt. 40 km Küste werden daraufhin für acht Monate gesperrt.

  10. Die kerntechnische Anlage Sellafield (England) verschmutzt das Meer durch Ablassen radioaktiven Spülwassers.

  11. Aus der amerikanischen Pestizidfabrik Union Carbide Corporation in Bhopal (Indien) entweicht aus einem lecken Tank Methylisocyanat. Die Folgen sind 3 400 Tote und ca. 200 000 Schwerverletzte.

  12. In der Bundesrepublik wurde erstmals Smog-Alarm der Stufe III ausgerufen. Betroffen ist vor allem das westliche Ruhrgebiet. Mit Stufe III der Smogverordnung wurde zeitweise ein absolutes Fahrverbot für private KFZ verhängt. Die Industrieproduktion musste gedrosselt und auf Sparflamme gefahren werden. Es handelte sich hier um den so genannten "London-Smog". Nebel und Rauch treffen zusammen: Schadstoffe können nicht mehr abziehen. Diese Art des Smogs ist heute in den westlichen Industrieländern dank zahlreicher Gegenmaßnahmen selten geworden.

  13. Bei Tests stellte sich heraus, dass das gesamte Hochdruck - Notkühlsystem nicht einsatzfähig war. Das Auftreten eines kleinen Lecks im primären Kühlkreislauf hätte in dieser Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Kernschmelze geführt. (Quelle: Greenpeace)

  14. Bei einem Brand und einer Teilexplosion in einem der vier Reaktoren des ukrainischen Atomkraftwerkes Tschernobyl werden 10 000 km² Umland radioaktiv verseucht. 640 Orte und 230 000 Einwohner sind betroffen. 35 Menschen sind sofort tot. Über Langzeitfolgen sind noch keine einheitlichen Meinungen formuliert.

  15. Bei einem schweren Unfall in einem Chemiewerk bei Basel gelangen über die Werksabwässer ca. 400 l des Pflanzenschutzmittels Atrazin in den Rhein.

  16. Durch das Löschwasser eines Großbrandes gelangen ca. 30 t quecksilberhaltige Pflanzenschutzmittel (Fungizide) in den Oberrhein. Die Folge: Fischsterben auf einer Länge von 100 km. Der Schock bringt verschiedene Projekte des Umweltbundesamtes voran. Siehe auch "Rheinverschmutzung bei Basel/Sandoz".

  17. Die Kanalfähre "Herald of free Enterprise" kentert vor Zeebrügge. Mitgeführte Fahrzeuge sind z.T. mit gefährlichen Gütern beladen, die die Nordsee vergiften. Es gibt 193 Tote.

  18. Das Offenstehen eines Ventils wurde übersehen. Bei der Behebung der Unregelmäßigkeit strömten 107 l Kühlmittel aus. (Quelle:Greenpeace)

  19. Durch ausgewaschenen Mineraldünger (Phosphat) vermehrt sich die Alge Chrysochromulina in den Meeren Norwegens explosionsartig. Das Leben in den oberen Meeresschichten erstickt.

  20. Am 2. Januar 1988 brach ein Dieselöltank mit einem Fassungsvermögen von 4 Millionen Gallonen der Ashland Oil Company in Floreffe/Pennsylvania auseinander. Der Unfall ereignete sich während der Befüllung des Tankes. 700.000 Gallonen Dieselöl gelangten in die Flüsse Monongahela und Ohio. Zeitweise war das Trinkwassereinzugsgebiet von etwa einer Millionen Menschen in Pennsylvania, West Virginia und Ohio durch den Vorfall verunreinigt. Infolge des Ölunfalls wurde die Ökosysteme der Flüsse verschmutzt sowie die Tier- und Pflanzenwelt nachhaltig zerstört.

  21. Der mit Chemikalien beladene Frachter "Anne Broere" versinkt mit ca. 248 hl giftigem Acrylnitril.

  22. Durch einen elektronischen Fehler schlossen Ventile in allen Hauptdampfleitungen. Durch den erfolglosen Versuch sie durch Operateure zu öffnen, entstand eine Druckwelle in den Dampfleitungen. Es kam nicht zum Bruch der Leitungen (dies hätte eine Kernschmelze verursachen können). (Quelle: Greenpeace)

  23. Am 10. November 1988 brach der liberianische Tanker Odyssey 700 Seemeilen vor der Küste Neufundlands in zwei Teile und versank im Atlantischen Ozean. Der Tanker transportierte 132.157 Tonnen Rohöl.

  24. Das argentinische Tank- und Versorgungsschiff "Bahia Paraiso" läuft südlich von Kap Hoorn auf einen Felsen und sinkt. Knapp 1 000 t Dieselöl bilden an der bis dahin unberührten Küste der Antarktis einen Ölteppich von 10 km Länge.

  25. Der Tanker "Bahia Paraiso" verliert ca. 680 t Dieselöl.

  26. Der Tanker Exxon Valdez läuft auf ein Riff (der Kapitän war betrunken) und verliert ca. 40 000 t Rohöl. Es werden 7 000 km² Küste verschmutzt. Es entstanden Kosten von 2,5 Mrd US $ für die Reinigung der Küste, die Entschädigung des Bundesstaates Alaska und die Schadensersatzforderungen der Anwohner. Des Weiteren wurde eine Geldbuße von 15 Mrd US $ gefordert.

  27. Der Frachter "Oostzee" gerät mit 4 000 Fässern Epichlorhydrin in schwere See. Teilweise schlagen die Fässer Leck. Eine Katastrophe kann durch umfangreiche Bergungsarbeiten verhindert werden.

  28. Der Tanker Khark 5 explodiert nördlich der Kanarischen Inseln und verliert ca. 70 000 t leichtes Rohöl.

  29. Der Tanker "Aragon" verliert ca. 25 000 t Öl.