1. Auf einer internationale Konferenz am 19. April 2011 in Kiew haben zahlreiche Staaten finanzielle Zusagen für die Sicherung des Standortes Tschernobyl gegeben. Die internationale Gemeinschaft sagte der Ukraine zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 550 Millionen Euro zu. Für die Finanzierung der beiden Großprojekte in Tschernobyl, eine zweite, neue Schutzhülle (New Safe Confinement, NSC) um den Sarkophag und die Errichtung des Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente, besteht noch eine Lücke von 740 Millionen Euro. Die Geberkonferenz sollte dazu beitragen, diese Lücke soweit wie möglich zu schließen.

  2. Die 23. Sitzung der Internationalen Koordinierungsrat (ICC) des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" fand in Dresden Radebeul vom 28. Juni bis 1. Juli 2011 statt. Vor 40 Jahren, im Jahr 1971, tagte der ICC zum ersten Mal. Zum 40-jährigen Jubiläum des Programms hatte der Bundesumweltminister den ICC nach Deutschland eingeladen, der ICC tagt erstmals in Deutschland. Der Internationale Koordinierungsrat des MAB-Programms hat am 30. Juni 18 Regionen als neue Biosphärenreservate anerkannt. Das Netz umfasst damit derzeit 581 Biosphärenreservate in 114 Ländern.

  3. In Berlin fand vom 2. bis zum 4. Juli 2011 die Vorbereitungskonferenz zur nächsten Weltklimakonferenz in Durban, Südafrika, statt. Minister und hochrangige Vertreter aus 35 Staaten trafen sich auf Einladung von Deutschland und Südafrika zum Petersberger Klimadialog II unter dem Titel: "Rising to the Climate Challenge". Deutschland und die EU setzen sich für rechtlich verbindliche Minderungsziele ein, so wie sie das Kyoto-Protokoll kennt. Der erste Petersberger Klimadialog fand im Mai 2010 auf dem Petersberg bei Bonn statt. Er sollte die internationalen Klimaverhandlungen nach dem enttäuschenden Gipfel von Kopenhagen umfassend unterstützen und voranbringen und hat eine Brücke zwischen "Handeln und Verhandeln" gebaut.

  4. Am 1. und 2. September 2011 fand in Bonn die internationale Konferenz "Bonn Challenge on Forests, Climate Change and Biodiversity" statt. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums und der Internationalen Naturschutzunion(IUCN) diskutierten Minister und hochrangige Vertreter der Wirtschaft und Zivilgesellschaft über den weltweiten Wiederaufbau von Wäldern. Die Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 in einer weltweiten Aktion 150 Millionen Hektar an verlorenen und geschädigten Wäldern wieder aufzubauen. Die "Bonn Challenge" verbindet erstmals Entscheidungen der Klimarahmenkonvention zum Wald mit denen der Konvention über die biologische Vielfalt, die beschlossen hat, 15% der zerstörten oder degradierten Ökosysteme bis zum Jahr 2020 wiederherzustellen.

  5. Das BMELV organisierte gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine internationale Waldkonferenz zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Entwicklung und Erhaltung der Wälder in Bonn. Die Kon­fe­renz fand im Rah­men des Wald­forums der Ver­einten Na­tionen statt und diente als Vor­be­rei­tung für die 2012 in Rio de Janeiro statt­findende Gipfel­kon­ferenz zur nach­hal­tigen Entwicklung.

  6. Die 17. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP 17) und die 7. Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls (CMP 7) fand vom 28. November bis 11. Dezember 2011 in Durban, Südafrika statt. Am Ende des Klimagipfels hat sich die Staatengemeinschaft darauf geeinigt, 2012 mit Verhandlungen zu einem alle Staaten einschließenden rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommen zu beginnen. Auf dieser Basis konnte sich die Konferenz auch auf eine zweite Verpflichtungsperiode für das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll verständigen.