1. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Wetterstern (Astraeus hygrometricus)zum Pilz des Jahres 2005 gewählt.

  2. Die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) hat den ostafrikanischen Viktoriasee zum Bedrohten See des Jahres 2005 ernannt. Der GNF macht damit auf den übermäßgen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation sowie auf die steigende Verarmung der am See lebenden Bevölkerung aufmerksam.

  3. Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. die nach der Roten Liste bundesweit als gefährdet eingestufte Rostbinde (Hipparchia semele) zum Schmetterling des Jahres 2005 ernannt.

  4. Zum Weichtier des Jahres 2005 wurde der Tigerschnegel (Limax maximus) gekürt. Es ein in Deutschland weitverbreitete und häufige vorkommende Nacktschnecke, die aber der Allgemeinheit relativ unbekannt ist.

  5. Die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat die Grubige Bartflechte (Usnea hirta) zur Flechte des Jahres 2005 gewählt.

  6. Der Förderkreis Sporttauchen e.V. (FKS) hat die Vielstachelige Armleuchteralge (Chara polyacantha) zur Wasserpflanze des Jahres 2005 gewählt.

  7. Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat die Bachforelle zum Fisch des Jahres 2005 gewählt. Durch Verbauung und Regulierung von Flüssen und Bächen sind die Bestände zunehmend gefährdet. Die Bachforelle braucht für ihren Bestand naturnahe, durchgängige und strukturreiche Fließgewässer sowie eine hohe Wasserqualität. Die weite Verbreitung ist vor allem Besatzmaßnahmen zu verdanken.

  8. Das Kuratorium „Insekt des Jahres“ hat für 2005 stellvertretend für die rund 30 heimischen Hummelarten die Steinhummel (Bombus lapidarius) gekürt.

  9. Die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) haben das seltene Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata) zur Orchidee des Jahres 2005 gewählt. Diese Orchideenart kommt auf mageren, meist trockenwarmen Wiesen, lichten Kiefernwäldern und alpinen Weideflächen (bis 2500 Meter) vor. Eine Gefährdung besteht durch Überdüngung und Verbuschung der Standorte. Die nationale Rote Liste weist das Brand-Knabenkraut als stark gefährdet aus. Die größten Restvorkommen gibt es in den Alpen, im Alpenvorland, am Kaiserstuhl, in der Rhön und in der Eifel. Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata)

  10. Die Spinne des Jahres 2005 ist die Zebraspringspinne. Sie gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae), von denen in Mitteleuropa 99 Arten bekannt sind. Die vier bis sieben Millimeter großen Tiere haben am Hinterleib auffällig schwarz-weiße Streifen und erbeuten Insekten im Sprung. Die Zebraspringspinne kommt überall in Deutschland vor.

  11. Das Bentheimer Landschaf ist die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2005.

  12. Von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen wurde zur Blume des Jahres 2005 der Große Klappertopf (Rhinanthus angustifolius)ausgewählt.

  13. Der Uhu ist der Vogel des Jahres 2005 (Bubo bubo).

  14. Der Braunbär ist das Tier des Jahres (Ursus arctos).

  15. Das Kuratorium Baum des Jahres hat die Gemeine Rosskastanie zum Baum des Jahres 2005 gekürt (Aesculus hippocastanum).

  16. Die Zichorie ist vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. zum Gemüse des Jahres 2005 ernannt worden. Kultivierte Zichorien gehören zwei verschiedenen Arten an: Cichorium intybus L. und Cichorium endivia L., die aus derselben Gattung stammen und deshalb eng miteinander verwandt sind.

  17. Der Lein (Linum usitatissimum) wurde zur Heilpflanze des Jahres 2005 vom NHV Theophrastus gekürt.

  18. Im November 2004 rief der Botanische Sondergarten Wandsbek erstmals auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres 2005 zu beteiligen. Ziel dieser Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit dem Themenbereich der Giftpflanzen in der breiten Öffentlichkeit zur Folge haben. Zur Giftpflanze des Jahres wurde der Eisenhut gewählt.

  19. Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg wählt seit 1999 die Arzneipflanzen des Jahres aus. Im Jahr 2005 wurde der Arzneikürbis (Cucurbita pepo) zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

  20. Seit dem Jahr 2000 wird durch den Bund deutscher Staudengärtner alljährlich eine Staude des Jahres ernannt. Die Staude des Jahres 2005 ist das Windröschen (Anemone)

  21. Im Jahr 2005 wurde erstmals das Moos des Jahres durch die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) ausgezeichnet. Mit dieser Aktion möchte die BLAM auf eine wenig beachtete Pflanzengruppe aufmerksam machen, die in Deutschland mit mehr als 1000 Arten vertreten ist. Moose reagieren sehr sensibel auf Veränderungen der Luft- und Wasserqualität und eignen sich deshalb sehr gut zur Beobachtung und Beurteilung von Umweltveränderungen.

  22. Moss of the Year 2005 is the Silvergreen Bryum Moss (Bryum argenteum).

  23. Der Weltbodentag ist ein gemeinsamer Aktionstag für die Ressource Boden. An diesem Tag wird der Boden des Jahres für das folgende Jahr vorgestellt. Diese Aktion wurde vom Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft initiiert und wird vom Umweltbundesamt gefördert. Boden des Jahres 2005 ist die Schwarzerde.

  24. Der Blutegel (Hirudo medicinalis) wurde von der Waldschule Cappenberg zum Wirbellosen Tier des Jahres 2005 erklärt.