1. Die nuklearen Unfällen von Fukushima sind eine Reihe von technischen Störfällen, Freisetzungen von radioaktivem Material und deren Folgen im Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten Japans. Die Serie von Unfällen begann in Folge des vom Tōhoku-Erdbeben ausgelösten Tsunami am 11. März 2011.

  2. Am 28. April 2011 trat etwa 95 Kilometer nordöstlich der Gemeinde Peace River im Norden der Privinz Alberta in Kanada ein Leck an der Ölpipeline Rainbow auf. Die Pipeline leitet Öl aus dem Nordwesten Albertas 700 Kilometer nach Süden zur Hauptstadt Edmonton. Das Leck wurde durch einen Druckabfall im Leitungssystem entdeckt.Etwa 28.000 Barrel Öl traten aus. Betreiber der Pipeline ist Plains Midstream Canada, eine Tochtergesellschaft der in Houston, Texas, ansässigen Plains All American Pipeline.

  3. Ein Brand war am 25. April 2011 gegen 16.30 Uhr im deutsch-belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn in der Eifel entdeckt worden. Er raste als Feuerwalze durch den belgischen Teil des Schutzgebietes. Rund 1.000 Hektar des etwa 4.500 Hektar großen belgischen Hochmoors in der Nähe von Aachen wurden durch das Feuer vernichtet.

  4. Am 4. April 2011 began der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima I 11,5 Millionen Liter radioaktives Wasser aus dem Inneren des Kraftwerks ins Meer zu leiten.

  5. In der Nacht auf den 29. März 2011 geriet das Tankschiff Alspray im Hafenbecken der BP Raffinerie Emsland in Lingen in Brand und sank nach mehreren Explosionen. Der Unfall ereignete sich während des Beladens und das Schiff hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 900 000 Liter Superbenzin an Bord. Große Mengen Benzin liefen aus und gerieten auch in Brand. Durch die Rückstände von Benzin und Löschschaum kam es im Anschluss an den Unfall und der Rettungs- und Säuberungsarbeiten zu Umweltbeeinträchtigungen im Dortmund-Ems-Kanal. Im betroffenen Kanalabschnitt verendeten große Mengen Fisch.

  6. Am 16. März 2011 lief das Frachtschiff MS Olivia in der Nähe der zur Inselgruppe Tristan da Cunha gehörenden Insel Nightingale auf Grund. Das Schiff hatte 1650 Tonnen Öl und 66.000 Tonnen Sojabohnen geladen. Die 22-köpfige Besatzung konnte gerettet werden, bevor das Schiff auseinanderbrach. Die Behörden berichteten, dass 20.000 Pinguine mit Öl verschmiert worden seien. Das auslaufende Öl gefährdet auch die Hummerfischerei, die einzige Lebensgrundlage für die Menschen der Insel.

  7. Aus einem kanadischen Atomkraftwerk sind am 14. März 2011 tausende Liter schwach radioaktiv verseuchten Wassers in den Ontario-See gelangt. In einer Erklärung des Betreibers Ontario Power hieß es, dass der Vorfall aber nur „vernachlässigenswerte Auswirkungen auf die Umwelt und keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen“, hatte. Die Qualität des Trinkwassers in der Region sei durch den Vorfall nicht betroffen. Auch die kanadische Atomsicherheitsbehörde teilte mit, das Risiko für Umwelt und Menschen sei „vernachlässigenswert“. Nach Angaben von Ontario Power gelangten 73.000 Liter Wasser aus dem AKW Pickering wegen eines Dichtungsproblems an einer Pumpe in den See.

  8. Das Tōhoku-Erdbeben, das offiziell als das großes ostjapanisches Erdbeben bezeichnet wird, ereignete sich am 11. März 2011 mit einer Stärke von 9,0 Mw vor der Sanriku-Küste der Region Tōhoku. Durch das Beben sowie durch die ausgelöste riesige Flutwelle wurden Unfällen in mehreren Kernkraftwerken Ostjapans verursacht, insbesondere am Standort Fukushima-Daiichi.

  9. Ein Erdbeben mit Magnitude 9.0 ereignete sich im Nord-Osten von Japan, gefolgt von einer Serie von Nachbeben und Tsunamis. Das Epizentrum des Erdbebens befindet sich in 400 km Entfernung von der Hauptstadt Tokyo in einer Tiefe von 32 km. Das Erdbeben geschah um 14:46 lokaler Zeit (05:46 GMT) am 11. März.Die am meisten betroffenen Bezirke sind Miyagi, Fukushima, and Iwate.

  10. Am 4. März 2011 um 11:09 Uhr MEZ startete die Trägerrakete Taurus XL mit dem NASA Satelliten Glory an Bord vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien. Der Satellit erreicht die Erdumlaufbahn jedoch nicht. Trägerrakete und Satellit sind nach Angaben der NASA in den Pazifischen Ozean gestürzt. Der Glory-Satellit sollte Aerosole in der Erdatmosphäre untersuchen und die Strahlungsintensität der Sonne messen.

  11. Das unter isländischer Flagge fahrende Containerschiff Godafoss lief am 17. Februar 2011 vor der Küste Norwegens am Skagerrak auf Grund. Schweröl aus zwei leckgeschlagenen Tanks lief aus und bedrohte die Inseln Akerøya und Asmaløy. Die Inseln gehören zum einzigen maritimen Nationalpark Norwegens, dem Ytre Hvaler. Der Ölteppich war nach Angaben der Umweltstiftung WWF am Freitag 10,5 Kilometer lang.

  12. Die Waldhof, ein Tanker mit rd. 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord, kenterte am 13. Januar 2011 auf dem Rhein in der Nähe von St. Goarshausen in Rheinland-Pfalz. Sie war im Auftrag der BASF auf dem Weg von Ludwigshafen nach Antwerpen.

  13. Am 4. Oktober 2010 um 12:10 Uhr ergossen sich etwa 600 000 bis 700 000 Kubikmeter giftiger Rotschlamm aus einem Rückhaltebecken der ungarischen Aluminium Produktions- und Handels AG (MAL AG), nahe der Stadt Ajka , in die Umgebung. Drei Ortschaften, landwirtschaftliche Nutzflächen und die Gewässer wurden verseucht. Mehr als 8 Jahre nach dem Unglück wurde ein Gerichtsurteil gefällt. Zwei Manager erhielten Haftstrafen, mehrere andere Verantwortliche Bewährungsstrafen und Geldstrafen. Berufung ist möglich (Stand 4.2.2019).

  14. Nach Angaben der staatlichen Medienagentur Xinhua vom 29. Juli 2010 sind durch Regenfälle und Überschwemmungen 7000 Fässer einer Chemiefabrik in den Fluss Songhua gespült worden. Rund 3000 dieser Fässer enthielten rund 500 Tonnen Chlormethan, die anderen Fässer waren leer. Daraufhin wurde die Wasserversorgung der 4,3 Milionen Einwohner der nordostchinesischen Stadt Jilin am 28. Juli 2010 zeitweise unterbrochen.

  15. Ein Lastschiff rammte am 27. Juli 2010 vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana eine 2008 stillgelegte Öl-Plattform. Eine Fontäne aus Öl und Gas schoss aus dem Leck ewa 30 Meter in die Höhe. Das Leck befindet sich in der Barataria-Bucht rund 100 Kilometer südlich von New Orleans. Barataria Bay ist ein ökologisch besonders empfindliches Gebiet, das bereits durch das Öl aus dem Leck der explodierten BP-Plattform Deepwater Horizon verschmutzt wurde.

  16. Nach dem Bruch einer Ölleitung im US-Bundesstaat Michigan sind mehr als 3,3 Millionen Liter Öl in Erdreich und in den angrenzenden kleinen Fluss Talmadge geflossen. Ein Teil des Öl gelangte in den Kalazoo Fluß, der in den Michigan See mündet. Die US-Umweltbehörde EPA teilte mit, dass Marschland, Äcker, Wohn- und Gewerbegebiete bereits von der Ölpest betroffen sind. Die Pipeline verläuft zwischen dem US-Bundesstaat Indiana und Ontario in Kanada. Das Leck wurde am 26. Juli 2010 entdeckt. Die Pipeline wurde inzwischen von dem Betreiber Enbridge Energy Partners abgeschaltet. Nach Unternehmensangaben sind 3,1 Millionen Liter Öl ausgelaufen, die Regierung spricht allerdings von 3,3 Millionen.

  17. Nach der Explosion zweier Erdöl-Pipelines in der chinesischen Hafenstadt Dalian am 16. Juli 2010 hat sich ein 435 Quadratkilometer großer Ölteppich gebildet. Nach ersten Schätzungen sind 1.500 Tonnen Öl ins Gelbe Meer geflossen. Laut Medienberichten ereignete sich das Unglück, als ein liberianischer Tanker Rohöl im Hafen ablud.

  18. Am 16. Juni 2010 tritt an der Bohrinsel Jebel al-Zayt im Roten Meer nördlich von El Gouna ein Leck auf. Erdöl tritt aus und treibt auf die ägyptische Küste zu. Die Öffentlichkeit wird von dem Vorfall zunächst nicht informiert. Der Ölteppich trifft auf die Küsten bei El Gouna und Hurghada und verschmutzt die Strände nach Medienangaben auf einer Länge von 160 Kilometern. Nach Berichten der regionalen Umweltorganisation HEPCA ist ein Naturschutzgebiet rund 100 Kilometer nördlich von Hurghada besonders stark von den Ölverschmutzungen betroffen. Am 23. Juni meldet HEPCA, dass das Leck abgedichtet ist. wurde am 23. Juni 2010 abgedichtet.

  19. Am 25.Mai 2010 sind der in Malaysia registrierte Öltanker Bunga Kelana 3 und das im Inselstaat Vincent und die Grenadinen registrierte Frachtschiff MV Wally zusammengestoßen. 2000 Tonnen Öl liefen ins Meer. Der Zusammenstoß ereignete sich in der Straße von Singapur, 13 km südöstlich des Luftwaffenstützpunktes Changi Air Base East.

  20. Die Bezirksregierung Arnsberg hat am 20. Mai 2010 die sofortige Stilllegung der Firma Envio im Dortmunder Hafen verfügt. Ausgangspunkt für die Schließungsanordnung waren die Ergebnisse der Ende April vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) auf dem Envio-Betriebsgelände genommenen Kehrproben. Die in den Proben festgestellte PCB-Belastung übersteigt den tolerablen Wert um ein Vielfaches – und dies nicht nur in den Werkshallen, sondern auch auf dem Freigelände. Ebenso wurde eine Belastung mit Dioxinen und Furanen festgestellt. Bereits am 5. Mai 2010 waren Betriebsteile der Firma stillgelegt worden.

  21. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 ist die bisher schwerste marine Umweltkatastrophe in der Geschichte. Die Deepwater Horizon war eine Explorations-Ölbohrplattform im Golf von Mexiko. Am 20. April 2010 kam es zu einer Explosion, bei der die Plattform in Brand geriet und zwei Tage später versank. Das ausströmende Öl führte zur Ölpest im Golf von Mexiko, eine der bisher schwersten Umweltkatastrophe dieser Art. Vom 20. April bis zum 15. Juli 2010 sind aus dem Bohrloch etwa 700 Millionen Liter Öl ausgetreten.

  22. Der chinesische Kohlefrachter Shen Neng 1 lief am 3. April 2010 auf dem Great Barrier Reef vor Australien auf Grund. Der Frachter war etwa 70 Kilometer östlich von der Great-Keppel-Insel entfernt. An Bord hatte das Schiff 65.000 Tonnen Kohle und 950 Tonnen Öl.

  23. Nach einem Sabotageakt sind aus einer stillgelegten Raffinerie der Firma Lombarda Petroli in Villasanta bei Monza nördlich von Mailand viele tausend Kubikmeter Alt- und Heizöl in den Fluß Lambro gelaufen.

  24. Das finnische Frachtschiff Linda hat am 6. Februar 2010 auf seiner Fahrt von Rotterdam nach St. Petersburg auf See drei Frachtcontainer südlich der Insel Gotland verloren. Laut Frachtgutliste enthielt mindestens ein Container für die Meeresumwelt gefährliche Chemikalien.

  25. In Nordwestchina in der Provinz Shaanxi sind am 29. Dezember 2009 aus einer defekten Pipeline rund 150 Kubikmeter Dieselöl in den Chishui Fluss kurz vor dem Zusammenfluss mit dem Wei augelaufen. Der Wei ist ein Nebenarm des Gelben Flusses, aus dem Millionen Chinesen ihr Wasser beziehen. Bis Sonntag waren mehr als 700 Arbeiter damit beschäftigt, die Ölpest einzudämmen und das betroffene Gebiet zu säubern. Zeitweise erstreckte sich der Ölteppich über eine Länge von knapp 33 Kilometern flussabwärts. Die Behörden warnten vor der Nutzung des Flusswassers. Die Pipeline verbindet die Hauptstädte der Provinzen Gansu und Henan miteinander und wird von der China National Petroleum Corp. betrieben.

  26. Nach einem Vorfall in Frankreichs ältestem Atomkraftwerk Fessenheim haben Umweltschützer erneut die sofortige Abschaltung der Anlage gefordert. Am 26. Dezember 2009 war ein Reaktor für Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden und sollte am nächsten Tag wieder in Betrieb gehen. Wegen Problemen im Kühlkreislauf bleibt dieser jedoch vorerst abgeschaltet. Dies teilte die französische Atomaufsichtsbehörde ASN mit und stufte den Zwischenfall auf Stufe 1 der internationalen Meldeskala INES ein.

  27. Zwei Jahrzehnte nach der Exxon Valdez Katastrophe lief am 23. Dezember 2009 ein Schlepper einer Einsatzgruppe zur Verhinderung von Tankerunglücken an der gleichen Stelle im Prinz-William-Sund auf. Die "Pathfinder" hatte nach Angaben der Küstenwache gerade die Suche nach für den Schiffsverkehr gefährlichen Eisschollen im Prinz-William-Sund beendet und befand sich auf der Rückfahrt zum Hafen in Valdez. Bei dem Unfall wurden zwei Treibstofftanks des 41 Meter langen Schleppers beschädigt, die den Angaben zufolge etwa 127.000 Liter Dieseltreibstoff enthielten. Wie viel davon auslief, war nicht bekannt. Aber es bildete sich ein Ölteppich von etwa fünf Kilometer Länge und 30 Meter Breite.

  28. Einer der vier Reaktoren des französischen Kernkraftwerks Cruas ist in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember 2009 aufgrund einer Störung des Kühlsystems abgeschaltet worden. Ursache für den Störfall waren laut Behörden pflanzliche Abfälle in der Rhône, welche die Kühlwasserzufuhr verstopften. Der Vorfall wurde von der französischen Atomaufsichtsbehörde Autorité de Sûreté Nucléaire (ASN) als Störfall in der INES-Kategorie 2 eingestuft.

  29. In einer stillgelegten Einheit des Kernkraftwerks Three Mile Island bei Harrisburg/Pennsylvania kam es bei Wartungsarbeiten am 21. November 2009 zum Austritt von Radioaktivität. 150 Angestellte wurden nach Hause geschickt. Eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt bestand laut Betreiber nicht. Der Strahlenunfall sei durch das Ventilatorensystem der Anlage verursacht worden.

  30. In einem riesigen Öllager in der Nähe der nordindischen Stadt Jaipur ist am 29. Oktober ein Großfeuer ausgebrochen. Mindestens 11 Tanks mit 8 Millionen Litern Öl gerieten in Brand. Nach vergeblichen Löschversuchen entschieden die Behörden das Feuer niederbrennen zu lassen.

  31. Auf der Karibik-Insel Puerto Rico ist am 23. Oktober 2009 nach einer schweren Explosion in einer Erdöl-Anlage ein Großbrand ausgebrochen. Die durch die Explosion verursachte Erschütterung erreichte Behördenangaben zufolge eine Stärke von 2,8 auf der Richterskala. Das Feuer brandte mehrere Tage. Hunderte Anwohner wurden evakuiert.

  32. Das türkische Frachtschiff MS Gulser Ana ist mit 39 000 Tonnen Phosphat, 700 000 Litern Motoröl, 500 000 Kubikmeter Diesel sowie einer unbekannten Menge Schweröl am 26. August drei Kilometer vor der Südspitze Madagaskars havariert. Diesel, Öl und ein Teil der Phosphatladung gelangten ins Meer und verschmutzten die angrenzenden Küsten in einer der ökologisch wertvollsten Regionen der Erde.

  33. Am 21. August 2009 begann die Montara Offshore-Ölplattform in der Timorsee (ein großes Nebenmeer des Indischen Ozeans) nordöstlich von Australien Öl zu verlieren. Zehn Wochen lang liefen mehr als zwei Millionen Liter Öl ins Meer und bildeten einen etwa 2000 Quadratkilometer großen Ölteppich. Seit Anfang November ist das Bohrloch wieder verschlossen und der Ölaustritt damit gestoppt.

  34. Aus einer geborstenen unterirdischen Pipeline des Betreibers SPSE sind am 7. August 2009 4000 Kubikmeter Rohöl in das Naturschutzgebiet Coussoules de Crau am Rande der Camargue geflossen und haben zwei Hektar Erdreich verseucht. Die franzözische Regierung bezeichnete das Ausmaß als ökologisches Disaster. In dem Naturschutzgebiet östlich von Arles leben zahlreiche Arten, die aus afrikanischen Steppengebieten dorthin gelangten, darunter seltene Vögel und Heuschrecken.

  35. Dieselöl aus dem havarierten Frachter Full City bedroht immer größere Teile von Norwegens Südküste. Einsatzkräfte der Küstenwacht versuchten, besonders gefährdete Küstenstreifen und Inseln mit Seevögel-Kolonien zu schützen. Laut der Umweltorganisation WWF ereignete sich das Unglück mitten im Vogelschutzgebiet Lille Sastein.

  36. Vor der Südküste Norwegens ist am 31. Juli der Frachter Full City, der in Panama registriert ist, bei stürmischer See auf Grund gelaufen. Nun droht dem Skagerrak eine Ölpest. Wie die Regionalbehörden des Bezirks Telemark mitteilten, hat das ausgelaufene Dieselöl bereits einen Küstenstreifen nahe der Stadt Langesund erreicht. Der 167 Meter lange Frachter war mit 1.100 Tonnen Öl beladen.

  37. Am 24. Juli 2009 gegen 3:08 Uhr morgens wurde das Kernkraftwerk Emsland durch Auslösung einer Überwachungseinrichtung am Stufenschalter eines Maschinentrafos vom Netz getrennt. Diese Überwachungseinrichtung dient dazu, den Stufenschalter des Maschinentrafos vor Schäden zu schützen. In der Folge wurde auch eine Reaktorschnellabschaltung ausgelöst. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.

  38. Das Kernkraftwerk Krümmel ist am Samstagmittag durch eine Reaktorschnellabschaltung vom Netz gegangen. Ursache war nach bisheriger Erkenntnis ein Kurzschluss in einem der Transformatoren.

  39. Aus ungeklärter Ursache brach am 17. Juni 2009 ein Flächenbrand auf der unbewohnten Nordseeinsel Mellum aus und sorgte für einen Großeinsatz verschiedener Feuerwehren aus dem Landkreis Friesland, der Wasserschutzpolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Geschätzte 25 ha Fläche mit Salzwiesen, Dünenvegetation und Gebüschen sind verbrannt. Auf diesen Flächen brüteten etwa 1000 Vogelpaare. Die Gelege dieser Vögel sind vollständig zerstört.Die Flammen zerstörten unter anderem die Hauptbrutgebiete des Wiesenpiepers, der Silbermöwen und der Austernfischer.

  40. Das Kühlschiff Petrozavodsk der russischen Fischereiflotte ist in der Barentssee am 11. Mai 2009 verunglückt. Das Schiff lief an der Bäreninsel auf Klippen auf und wurde dabei schwer beschädigt. Die Steilküsten der Region werden von zahlreichen Seevögelpopulationen bewohnt. Die norwegischen Behörden befürchten, dass Austreten von Dieselöl könnte die Meeresvogelkolonien bedrohen. Die Bäreninsel und die umliegenden Gewässer in einer angrenzenden Zone von 12 Seemeilen sind Naturschutzgebiet.