1. In der Karibik können sich künftig auch einkommensschwache Bevölkerungsschichten gegen wetterbedingte Katastrophen versichern. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt "Climate Risk Adaptation and Insurance in the Caribbean" ("Anpassung und Versicherung gegen Klimarisiken in der Karibik"), das Kleinbauern und Tagelöhner davor schützen soll, durch Hurrikane oder Überschwemmungen ihre Existenzgrundlage zu verlieren. Erste Versicherungspolicen wurden am 29. Mai 2013 in Castries, der Hauptstadt der Karibikinsel St. Lucia, übergeben.

  2. Der US-Einzelhandelskonzern Wal-Mart muss eine Strafe von insgesamt 110 Mio US-Dollar für die unsachgemäße Entsorgung von Sonderabfällen in den USA zahlen. Das teilte das US-Justizministerium am 28 Mai 2013 mit. Der Konzern habe die Vorwürfe, wonach Mitarbeiter giftige Abfälle in der Kanalisation oder über den Hausmüll entsorgt haben, eingeräumt. Für drei Fälle unsachgemäßer Entsorgung, die vom Justizministerium verfolgt wurden, sowie einer Zivilrechtsklage der US-Umweltschutzbehörde, muss der Einzelhandelsriese eine Strafe von 81,6 Mio US-Dollar zahlen. Durch die Strafen aus früheren Vergehen in der gleichen Sache in Kalifornien und Missouri summiert sich die Gesamtstrafe auf über 110 Mio US-Dollar, hieß es weiter.

  3. Das Insektizid Fipronil stellt ein hohes akutes Risiko für Honigbienen dar, wenn es zur Saatgutbehandlung von Mais eingesetzt wird, so die Schlussfolgerung der EFSA in einem Bericht, der auf Anfrage der Europäischen Kommission erstellt wurde. Die EFSA war ersucht worden, eine Risikobewertung von Fipronil vorzunehmen, unter besonderer Berücksichtigung der akuten und chronischen Auswirkungen auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern sowie der Wirkungen subletaler Dosen auf die Sterblichkeit und das Verhalten von Bienen.

  4. Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Kanada vereinbarten am 24. Mai 2013, ihre Anstrengungen zur Erforschung des Atlantischen Ozeans zu bündeln. Es geht im Wesentlichen darum, die Beobachtung des Ozeans aufeinander abzustimmen. Angestrebt werden ein besseres Verständnis des Atlantiks und die Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung seiner Ressourcen. Bei den Forschungsarbeiten wird auch das Wechselspiel zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Nordpolarmeer, vor allem im Hinblick auf den Klimawandel, untersucht. Die „Erklärung von Galway über die Zusammenarbeit in Bezug auf den Atlantischen Ozean“ wurde auf einer hochrangigen Konferenz im irischen Meeresinstitut in Galway unterzeichnet.

  5. Die chilenische Umweltaufsichtsbehörde hat das Bergbauprojekt Pascua-Lama an der Grenze zu Argentinien gestoppt und gegen die kanadische Betreiberfirma Barrick Gold eine Geldstrafe 12,4 Millionen Dollar verhängt. Grund für die Strafe sind Verletzungen der Umweltauflagen beim Bau des Pascua-Lama-Minenprojekts, teilte die Behörde am 24. Mai 2013 nach Abschluss einer viermonatigen Untersuchung mit. Die chilenischen Umweltbehörden ordnete den Stopp der Arbeiten am Tagebau an, bis eine Reihe von beanstandeten Probleme behoben worden sind.

  6. Am 22. Mai 2013 eröffnete der Globaler Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt seinen ständigen Sitz in Bonn.

  7. Bundesumweltminister Peter Altmaier gab am 21. Mai 2013 den Startschuss für die CO2-neutrale Postzustellung in Bonn. Im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Vorhabens wird die Auslieferung von Briefen und Paketen bei der Deutschen Post DHL bis 2015 komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Im Vorhaben "CO2-neutrale Zustellung in Bonn" sollen insgesamt rund 150 Elektrofahrzeuge in den Zustellbetrieb integriert werden. Der Strom zum Betrieb der Fahrzeuge kommt ausschließlich aus regenerativen Quellen. Zusätzlich zum Fahrzeugbetrieb im Zustellalltag werden technische Lösungen für die Ladeinfrastruktur und die Einbindung ins Stromnetz erprobt.

  8. Am 15. Mai 2013 nahm das Notfallabwehrzentrum (Emergency Response Centre, ERC) der Europäischen Kommission in Brüssel den Betrieb auf. Das Ziel ist eine besser koordinierte, schnellere und effizientere Katastrophenabwehr in Europa und weltweit.

  9. In Marokko wurde am 10. Mai 2013 mit einem symbolischen Spatenstich des marokkanischen Königs Mohammed VI. mit dem Bau des Solarkraftwerks Ouarzazate begonnen. Die Bundesregierung Deutschlands beteiligt sich an der Finanzierung des Vorhabens mit 115 Millionen Euro.

  10. Für das Flammschutzmittel HBCD wurde ein weltweites Herstellungs- und Anwendungsverbot eingeführt. Der Beschluss erfolgt im Rahmen der UN-Chemikalienkonferenzen in Genf. Die sechste Vertragsstaatenkonferenz des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe stimmte der Aufnahme von Hexabromcyclododecan – kurz HBCDD oder HBCD – in Anhang A (Verbot) zu, die Teil der POPs-Liste ist. Der Beschluss wurde formal am 09. Mai 2013 umgesetzt und trat damit noch im Mai 2013 mit einer etwa einjährigen Übergangsphase in Kraft treten.

  11. Am 09. Mai 2013 veröffentlichte der Londoner Zoo einen weltweiten Aufruf, um eine seltene Buntbarsch-Art aus Afrika vor dem Aussterben zu retten. Im Aquarium des Zoos leben nur noch zwei männliche Exemplare des aus Madagaskar stammenden Mangarahara-Buntbarschs (Ptychochromis Insolitus). Daher sucht der Zoo ein Weibchen, um eine Nachzucht zu starten. In seiner heimischen Umgebung gilt der Mangarahara-Buntbarsch als ausgestorben. Die Gewässer, in denen er lebte, sind nach einem Staudammbau vertrocknet

  12. Für den neuesten erdgebundene Rover der NASA began am 8. Mai 2013 der Einsatz auf dem grönländischen Eisschild. GROVER, das steht sowohl für „Greenland Rover“ als auch für „Goddard Remotely Operated Vehicle for Exploration and Research“. Der autonome, solarbetriebene Roboter, der mit einem Bodenradar ausgestattet ist, untersucht die Eisschichten des grönländischen Eisschildes. Die gesammelten Daten sollen Wissenschaftlern helfen, die Veränderungen des grönländischen Eises besser zu verstehen.

  13. Am 3. Mai 2013 startete das Solarflugzeug Solar Impulse seinen Across-America Flug bei San Francisco. In 5 Etappen flog das mit Solarenergie betriebenen Flugzeug von der West- zur Ostküste. Am 6. Juli 2013, um 23:09 EDT landete die Solar Impulse auf dem John F. Kennedy International Airport in New York City. Insgesamt war die Solar Impulse 105 Stunden und 41 Minuten in der Luft, also knapp viereinhalb Tage oder 17,5 Stunden. Dabei legte sie etwa 3000 Meilen, also mehr als 5600 Kilometer, zurück. Im Schnitt war sie 28,8 Knoten schnell, etwa 53 Kilometer in der Stunde.

  14. Der NABU hat den 30. April zum Tag des Wolfes erklärt. Unter dem Motto „Rotkäppchen lügt“ fanden 2013 erstmals bundesweit Aktionen statt, um das Bewusstsein für den Schutz der Tiere zu stärken. Mit dem Aktionstag will der Verband dem immer größer werdenden Informationsbedarf über den Wolf nachkommen. Viele ehrenamtlich Aktive im NABU veranstalten anlässlich dieses Tages in ihrem Heimatort Infostände, Vorträge, Diskussionsabende und Bildungsprogramm für Kinder.

  15. Am 29. April 2013 veröffentlichte die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) eine Untersuchung über wirksame Kontrollen in Umweltzonen. Die Auswertung der Abfrage über das Kontroll- und Ahndungsverhalten in den 55 betroffenen Städten, kommt zu dem Schluss, dass die Umweltzonen schlecht kontrolliert und umgesetzt werden. Schuld daran ist der mangelnde politische Wille in zwei Dritteln der Kommunen, die selbst eingerichteten Umweltzonen wirksam zu gestalten, so die DUH. In der Folge überschreiten gesundheitsschädliche Luftschadstoffe in vielen Ballungsgebieten weiter regelmäßig die Luftreinhaltewerte der EU. Nur sechs Städte überprüfen regelmäßig parkende und fahrende Fahrzeuge auf ihre Zufahrtberechtigung in die Umweltzonen und ahnden dabei erkannte Verstöße angemessen. Gegenüber einer Vorläuferuntersuchung der DUH im Vorjahr hat sich die Zahl der konsequent durchgesetzten Umweltzonen von vier auf sechs erhöht. Dagegen wird in 35 Gemeinden die Wirksamkeit der Umweltzonen von den jeweiligen Landes- bzw. Stadtregierungen regelrecht sabotiert. Sie erhalten von der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation dafür die „Rote Karte“.

  16. Die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten stimmte am 29. April 2013 für ein vorübergehendes Verbot von drei für Bienen gefährlichen Pestiziden. Die drei Wirkstoffe Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer und Thiamethoxam von Syngenta sollen beim Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle zunächst für zwei Jahre vom Markt genommen werden.

  17. Die EU-Kommission übermittelte am 25. April 2013 eine begründete Stellungnahme an Deutschland, die zweite Stufe eines maximal dreistufigen Vertragsverletzungsverfahrens. Es geht um das Recht von beispielweise Einzelpersonen oder Nichtregierungsorganisationen, die Rechtmäßigkeit von Entscheidungen im Umweltbereich gerichtlich prüfen zu lassen. Die Kommission sieht insbesondere in den Bereichen Handlungsbedarf, die unter EU-Regeln zu Umweltverträglichkeitsprüfungen bei geplanten Projekten (UVP-Richtlinie) und zur integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung durch industrielle Emissionen (IVU-Richtlinie) fallen.

  18. Am 24. April 2013 einigte sich der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments auf neue CO2-Grenzwerte für PKWs. Neuwagen sollen ab 2020 nur noch 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer (CO2/km) ausstoßen, ab 2025 höchstens 78 Gramm CO2/km. Außerdem sprach sich der Umweltausschuss dafür aus, Herstellern zwischen 2016 und 2023 weiter sogenannte Supercredits für Elektroautos zu gewähren.

  19. Das Bundeskabinett beschloss am 24. April 2013 den ersten Rechenschaftsbericht zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt. Mit dem Rechenschaftsbericht kommt die Bundesregierung erstmals der Berichtspflicht nach, die sie in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt selbst verankert hat. Auf fast 200 Seiten legt sie dar, wie weit man auf dem Weg zum Schutz der biologischen Vielfalt und zu ihrer nachhaltigen Nutzung in Deutschland und weltweit gekommen ist. Zudem zeigt sie, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Viele Ziele wurden erreicht oder sind "im Zeitplan". Der Bericht zeigt aber auch, dass es bei manchen Zielen sehr schwierig wird, sie fristgemäß zu verwirklichen.

  20. Das Bundeskabinett hat am 24. April 2013 Ausgleichsregelungen bei Eingriffen in die Natur beschlossen. Die Kompensationsverordnung sieht Bestimmungen zum Naturschutz vor, wenn Natur und Landschaft beeinträchtigt werden. Dies ist etwa der Fall, wenn Windkraftanlagen oder Stromnetze errichtet oder Straßen gebaut werden. Mit der Verordnung werden bestehende Regelungen in den Ländern vereinheitlicht. Grundsätzlich sollen Eingriffe in die Natur möglichst vermieden werden. Ist dies nicht möglich, wird der Wert der Natur erfasst und bewertet. Sofern ein Biotop oder andere Schutzgüter erheblich beeinträchtigt werden, muss ein Ausgleich erfolgen. Dessen Höhe wird anhand eines Biotopwertverfahrens ermittelt. Wenn zusätzlich vom Aussterben bedrohte Arten, Natur- und Vogelschutzgebiete betroffen sind, müssen diese gesondert kompensiert werden. Besonders geregelt sind sogenannte Eingriffe in das Landschaftsbild. Bei Turmbauten über 20 Meter wird künftig generell ein Ersatzgeld erhoben. Dessen Höhe richtet sich nach der Anlagenhöhe und dem Ort.

  21. China hat sich zum Ausstieg aus der Produktion von teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (H-FCKW) bis zum Jahr 2030 verpflichtet. China reduziert beginnend mit dem Jahr 2013 die Produktion und den Verbrauch von HCFCs bis 2015 um zehn Prozent, bis 2020 um 35 Prozent und bis 2025 um 67,5 Prozent. 2030 soll der komplette Ausstieg aus Konsum und Produktion erreicht sein. Insgesamt geht es um 4,3 Millionen Tonnen H-FCKW, was dem klimaschädlichen Gegenwert von acht Milliarden Tonnen Kohlendioxid entspricht. Für den Ausstieg aus der Produktion von halogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HCFCs)erhält China bis zum Jahr 2030 insgesamt 385 Millionen US-Dollar. Die Mittel stammen aus dem Multilateralen Fonds zur Umsetzung des Montrealer Protokolls (Ozonfonds).

  22. BELECTRIC hat das nach eigenen Angaben größte und modernste Dünnschicht Freiflächen-Solarkraftwerk Europas in Templin, Brandenburg, an das Stromnetz angeschlossen. Mit 128 MWp installierter Nennleistung wird das Kraftwerk auf dem ehemals größten russischen Militärflughafen Gross Dölln eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Großraums Berlin mit erneuerbaren Energien spielen.

  23. Aktuelle langjährige Trends über Brutvogelzahlen im Wattenmeer zeigen, dass die Zahl von 2/3 aller international überwachten Arten abnimmt. Die Trends der letzten 10 Jahre zeigen sogar, dass sich die Abnahme einiger Arten wie Austernfischer, Säbelschnäbler und Küstenseeschwalbe beschleunigt hat. Seltene Brutvogelarten wie der Kampfläufer, Alpenstrandläufer und die Bekassine stehen am Rande des völligen Verschwindens. Am 18. April 2013 fand ein internationales Arbeitstreffen von Vogelexperten und Naturschutzmanager der drei Wattenmeerstaaten Dänemark, Niederlande und Deutschland zum Thema „Brutvögel in Schwierigkeiten“ statt. Ziel des Treffens war es, die drückendsten Probleme zu identifizieren, hierzu Ursachen, Lösungen und Konsequenzen zu diskutieren und einen Aktionsplan zu entwickeln, der praktische Hinweise für ein passendes Management der bedrohten Brutvogelarten und ihrer Lebensräume zur Hand geben soll.

  24. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten am 16. April 2013 mit einer Mehrheit von 334 zu 315 Stimmen und 63 Enthaltungen gegen die geplante Reform des europäischen Emissonshandels. Eine knappe Mehrheit entschied sich gegen eine zeitweise Verknappung der Emissionsrechte, damit deren Preise wieder ansteigen (Backloading). Der Vorschlag ging zurück an den Umweltausschuss.

  25. Am 16. April 2013 ging mit www.meereisportal.de das erste umfassende, deutschsprachige Internetportal rund um das Thema Meereis in der Arktis und Antarktis online. Entwickelt wurde es im Rahmen des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaveränderungen (REKLIM) als Gemeinschaftsprojekt der Universität Bremen und des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Die Internetseite bietet als deutschsprachige Webplattform neben jeder Menge Hintergrundinformationen zum Thema Meereis tagesaktuelle Meereiskarten von Arktis und Antarktis. Zudem eröffnet sie Nutzern die Möglichkeit, die unterschiedlichen Basisdaten für die eigene Weiterverarbeitung herunterzuladen. Offiziell vorgestellt wurde das Portal auf einer Wissenschaftskonferenz des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaveränderungen (REKLIM) im nordrhein-westfälischen Bad Honnef. Das REKLIM-Projekt ist ein Zusammenschluss von acht Helmholtz-Forschungszentren und ebenso vielen universitären Partnern.

  26. Die Abgeordneten im Europaparlament stimmten am 16. April 2013 mit sehr großer Mehrheit dem Vorschlag zu, den interkontinentalen Flugverkehr für ein Jahr vom Emissionshandel auszunehmen. Darauf hatten sich Vertreter des Parlaments und der EU-Staaten Mitte März 2013 geeinigt. Eigentlich hätten am 30. April 2013 alle in der EU operierenden Airlines für das Jahr 2012 die Rechnung im Rahmen des Emissionshandels begleichen müssen und für jede Tonne Kohlendioxid-Ausstoß, Emissionszertifikate vorweisen.

  27. Am 15. April 2013 starteten Jülicher Wissenschaftler den zweiten Teil ihrer Messkampagne im Rahmen des EU-Großforschungsprojekts PEGASOS, in dem 26 Partner aus 14 europäischen Staaten sowie Israel Zusammenhänge zwischen Atmosphärenchemie und Klimawandel erforschen. Der Zeppelin startete von Friedrichshafen nach Nordeuropa und wird rund um seinen Zielort Hyytiäla in Finnland Messungen durchzuführen.

  28. Vom 15. bis 17. April 2013 tagten in der Nationalparkverwaltung in Tönning 25 Experten aus vier europäischen marinen Weltnaturerbestätten, um die Zusammenarbeit zu verstärken. Die Teilnehmer aus Schweden (High Coast), Finnland (Kvarken), England (Jurassic Coast) und Schottland (St. Kilda) sowie aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland (Wattenmeer) tauschten ihre Erfahrungen aus. Das Treffen wurde in Zusammenarbeit mit dem UNESCO Welterbezentrum in Paris durchgeführt und vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven und der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer im Rahmen des Interreg IVB Projektes PROWAD organisiert.

  29. Am 11. April 2013 wurde in Bad Berleburg im Rothaargebirge eine acht-köpfige Wisentherde ausgewildert. Damit gibt es jetzt erstmals wieder frei lebende Wisente in Westeuropa. Ein historisches Ereignis. Denn die Tiere waren vor rund 400 Jahren in Deutschland und vor rund 100 Jahren in Europa fast vollständig ausgerottet worden.

  30. Am 10. April 2013 wandten sich mit einem offenen Brief 217 Organisationen aus ganz Europa an die Fischereiminister der Europäischen Union. Sie forderten ein zügiges Ende der Überfischung bis 2015 und den Wiederaufbau der Fischbestände bis 2020. "...die Verhandlungen über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) treten in die letzte und entscheidende Phase. Wir, die unterzeichnenden Organisationen, fordern Sie eindringlich auf, die Absicht des Europäischen Parlaments zu unterstützen, die Fischbestände bis 2020 in einem Umfang oberhalb des höchstmöglichen Dauerertrags (MSY) wieder aufzubauen. Dafür muss die Überfischung bis 2015 beendet werden..."

  31. Am 10. April 2013 verkündete der US-Ölkonzern ConocoPhillips, dass die für das Jahr 2014 geplanten Bohrungen vor der Küste Alaskas wegen veränderten staatlichen Regeln vorerst ausgesetzt werden.

  32. Greenpeace-Aktivisten haben am 15. April 2013 die Namen von 2,7 Millionen Arktisschützern in einer Glaskapsel auf den Meersgrund am Nordpol abgesenkt. In einer Titan-Ausführung auf die Kapsel montiert ist die "Flagge der Zukunft" - ein Symbol für die Jugend der Welt. Greenpeace hatte das Design der Flagge Anfang des Jahres in einem Wettbewerb ermittelt. Sie wollen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen die Zerstörung dieser einzigartigen Region setzen und fordern ein internationales Schutzgebiet in der Arktis.

  33. Google veröffentlichte am 28. März 2013 Bilder einer Stadt in der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Der Ort Namie, in dem früher 21.000 Einwohner lebten, ist im Straßenfoto-Dienst Google Street View zu sehen.

  34. Am 27. März 2013 verabschiedete die Europäische Kommission ein Grünbuch mit dem Titel „Ein Rahmen für die Klima- und die Energiepolitik bis 2030“.

  35. Die peruanische Regierung erklärte am 25. März 2013 in einem Ölfördergebiet im Bereich des Fluss Pastaza nahe der ecuadorianischen Grenze den Umweltnotstand wegen massiver Verschmutzungen. Der Betreiber der Ölfelder, Pluspetrol, muss innerhalb von 90 Tagen umgehend Maßnahmen einleiten, die die örtliche Bevölkerung vor einer Kontaminierung mit Blei, Barium, Chrom und anderen gefährlichen Stoffen schützt. Seit 1971 wird in der Region Öl gefördert. Nach Angaben de peruanischen Behörden wurde bisher aufgrund fehlender Umweltstandards gegen Umweltverschmutzung nie hart durchgegriffen. Am 25. März 2013 wurden erstmals Standards für Umweltqualität und Grenzwerte für die Belastung des Bodens mit Schadstoffen veröffentlicht.

  36. Am 25. März 2013 ging das Internet-Portal Biodukte.de online. Es ist nach eigenen Angaben Deutschlands erstes Bio-Anbieterverzeichnis. Auf dem unabhängigen Portal sind mehr als 3.500 Einkaufsmöglichkeiten zum Start gelistet. Verbraucher sehen direkt das Sortiment und die Öffnungszeiten des nächstgelegenen Bio-Anbieters. Die gelisteten Bio-Anbieter müssen mindestens 80 Prozent Bio-Waren führen. Bio-Hofläden und Lebensmittelläden müssen Bio-Zertifikate vorlegen. Neben Einkaufsmöglichkeiten, klärt das Portal darüber auf, was hinter den Biosiegeln steckt. Über einen Blog gibt es regelmäßig aktuelle Informationen zum Thema nachhaltige Ernährung.

  37. Am 24. März 2013 haben Bundesumweltminister Peter Altmaier, der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen Stephan Weil und der Umweltminister des Landes Niedersachsen Stefan Wenzel einen gemeinsamen Vorschlag zum weiteren Umgang mit dem Entwurf eines "Standortsuchgesetzes" vorgelegt. Über den Standort des Endlagers soll der Bundestag entscheiden. Eine Bund-Länder-Kommission wird beauftragt, die Grundsatzfragen für die Endlagerung von Atommüll auszuarbeiten.

  38. Der alljährlich am 23. März begangene internationale Tag der Meteorologie geht zurück auf den Gründungstag der Weltorganisation für Meteorologie im Jahr 1950. 2013 ist das Hauptthema das World-Weather-Watch-Programm (WWW). Es ist das wichtigstes Programm der WMO, welches weltweit auf über 10.000 Wetterstationen zurückgreift und Standards für die Messung, den Austausch und die Verarbeitung meteorologischer Daten entwickelt.

  39. Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März 2013 hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe den "Deutschen Waldschutzfonds im NABU" mit einem Startkapital von 50.000 Euro gegründet. Über den Fonds will die Stiftung des NABU-Bundesverbandes Wälder in Deutschland erwerben, um diese langfristig zu Urwäldern von morgen zu entwickeln. In den Waldschutzfonds können Unternehmen und Privatpersonen einzahlen, die bei dieser Aufgabe besondere Verantwortung übernehmen wollen.

  40. In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 18. März 2013 forderten 42 deutsche Wissenschaftler die Bundesregierung dazu auf, strukturellen Reformen des europäischen Emissionshandels nicht länger im Weg zu stehen. Bei dem sogenannten Backloading sollen 900 Millionen CO2-Zertifikate zurückgehalten und erst zu einem späteren Zeitpunkt versteigert werden. Damit soll der Preisverfall der Zertifikate gebremst werden. Der Brief entstand aus Diskussionen zwischen dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München. Wissenschaftler aus Forschungsinstituten und Universitäten hatten sich den Forderungen angeschlossen.